Der Hochseilgarten – ein riesengroßer Outdoor-Abenteuerspielplatz
Für die künstlichen Hindernisse aus Seil- und Stahlkabeln, Holzbalken, Trapeze, Brücken und Schaukeln gibt es mittlerweile eine Handvoll abenteuerlicher Bezeichnungen: Rope Course, Hochseilgarten, Waldseilpark, Adventure Park, Klettergarten, Flying Fox, Teamparcours, Hochseilpark, Kletterwald, Seilpark, Niedrigseilgarten, Waldparcours, usw. Wir wollten einmal genauer wissen, was sich eigentlich hinter einem Hochseilgarten verbirgt.
Geschichtlicher Hintergrund
Es ist noch gar nicht so lange her, als in Deutschland die ersten Hochseilgärten mehr und mehr Wälder in Beschlag nahmen. Erst seit den 1990er Jahren werden diese scheinbar unerklärlichen Gebilde aus Holz und komplizierten Konstruktionen aus Metallseilen in, auf und zwischen Bäume und Baumstämme gebaut. Die Grundidee der Hochseilgärten stammt ursprünglich aus dem Zweiten Weltkrieg. Seil- und Holzhindernisse in großer Höhe dienten den Soldaten als Trainingsparcours, um sowohl ihre sportlich-physischen Fähigkeiten als auch ihre intellektuellen Kompetenzen zu fördern und zu trainieren. Nach und nach verschob sich der Zweck einer sportlich-konditionellen Trainingsvorbereitung allerdings zugunsten eines abenteuerlichen Freizeitvergnügens mit zum Teil erlebnispädagogischem Charakter. Auf den verschiedenen Elementen aus Stämmen, Seilen und Bohlen, die mit immer ausgefalleneren Trägerwerk- und Sicherungssystemen ausgestattet werden, sollen besondere Erlebnisse und Erfahrungen bei den Teilnehmern hervorgerufen werden.
Potential “Hochseilgarten”
Ein Hochseilgarten ist jedoch viel mehr als ein überdimensionaler Abenteuerspielplatz in der Höhe. Das Balancieren über Balken, Brücken und Stahlseilen, das Klettern an überdimensionalen Strickleitern oder das Schwingen auf gewaltigen Riesenschaukeln sollen durch Reflexion eines Hochseilgartentrainers zur individuellen Kompetenzerweiterung führen und eine Verhaltensänderung bei den Teilnehmern bewirken. Das erlebnisorientierte Klettern, wie es in den Hochseilgärten betrieben wird, soll den Mensch sozusagen „fit“ für das Leben machen, seine Kooperationsfähigkeit fördern und ihn zu einer handlungs- und problemorientierten Zusammenarbeit in der Gemeinschaft befähigen. Ebenso spielt das aktive Erleben und bewusste Wahrnehmen sowohl von Angst und Nervosität in großer Höhe, als auch von Freude und Aufregung nach Bestehen einer Aufgabe eine große Rolle.
Ziel und Aufgabe eines Hochseilgartens ist daher, sich das „Erlebnis“ zunutze zu machen. Der Begründer der Erlebnispädagogik, Kurt Hahn hat gesagt: „Das Erlebnis kann man nicht rational vermitteln, es muss emotional erfahren werden. Man kann es nicht lernen, man muss es bisweilen inszenieren.“ Wer nun behauptet, dass das Balancieren, Schaukeln und Klettern in 20 m Höhe und die Bewältigung der Ängste, die dabei entstehen, ein alltägliches, monotones Erlebnis darstellt, der irrt entweder und ist ein sehr mutiger und tougher Zeitgenosse. Natürlich stehen Spaß und Mut bei den Teilnehmern in einem Hochseilgarten an vorderer Stelle. Es geht aber auch darum, komplizierte Herausforderungen miteinander zu meistern, seine individuellen Grenzen kennen zu lernen und womöglich nach oben hin zu verschieben!
Sollten wir Euch nun neugierig auf Hochseilgärten gemacht haben, dann liefern wir Euch hier eine Übersicht über verschiedene Hochseilgärten in Deutschland. Wir versprechen Euch, Ihr werdet das Erlebnis Hochseilgarten so schnell nicht wieder vergessen.
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18.12.2012 12:11
[...] besteht. Das mit über 180 Mitarbeitern im Allgäu und in Tirol tätige Unternehmen baut seit 1997 Hochseil- und Klettergärten in ganz Europa, organisiert Adventure-Reisen, bietet Sozialkompetenztraining für Schüler und Azubis sowie [...]