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Herausforderung I: Trekking mit Zelt

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Erika Spengler, Bloggerin, outdooractive.com-Redakteurin und leidenschaftliche Bergsportlerin sammelte bereits in  Ländern wie Neuseeland, Tasmanien und Skandinavien Trekking-Erfahrung. Momentan bereitet sie sich auf ihren sechswöchigen Track auf dem Via Alpina vor – einem alpinen Pfad, der sich auf 5.000 Kilometern von Monaco über den gesamten Alpenkamm bis nach Triest erstreckt. Anfang Juli wird sie am Fuße des Mont Blanc beginnen und ihre Erlebnisse in regelmäßigen Berichten auf ihrem Blog www.ulligunde.com beschreiben. Bis dahin erklärt sie auf outdooractive.com noch die wichtigsten Tipps und Tricks rund um das Thema Trekking. Wir wünschen ihr schon jetzt viel Erfolg und gutes Gelingen!

Mit dem Zelt auf Tasmanien

Mit dem Zelt auf Tasmanien (c) www.ulligunde.com

Das ultimative Erlebnis ist für viele, komplett autark in der Natur unterwegs zu sein. Alles was man braucht, trägt man auf dem eigenen Rücken: die Kleidung, die Übernachtungsmöglichkeit, die Verpflegung. Das bedeutet einerseits eine große Herausforderung an das richtige Packen, aber auch gleichzeitig eine unvergessliche Erfahrung, denn man erlebt die Schönheit der Natur auf eine völlig neue Art: den Sonnenuntergang vor einem atemberaubenden Bergpanorama oder der endlosen Weite einer großen Ebene. Die Nacht mit ihren eigenen Geräuschen, den Morgen mit seiner fast hörbaren Stille. Der Fokus des Tages minimiert sich auf den Weg und die Verpflegung - und natürlich auf die atemberaubende Natur. E-Mails, Termine und Hast entfernen sich mit jedem Schritt, den man läuft. Kommt man nach mehreren Tagen von einer solch unabhängigen Zelttour zurück, wirkt die Zivilisation im ersten Moment anstrengend und extrem hektisch, denn während man zu Fuß unterwegs ist, spielt Zeit eine untergeordnete Rolle, so lange man noch vor Sonnenuntergang am Zeltplatz eintrifft.

Erlaubt, verboten, geduldet…

Aber selbst wenn nicht, ist man flexibel, denn man kann im Zweifel das Zelt an fast jeder Stelle aufbauen, solange das Biwakieren nicht völlig verboten ist. In vielen Gebieten ist es geduldet, so lange man sein Zelt mit der Abenddämmerung aufbaut und mit den ersten Sonnenstrahlen den Platz wieder verlässt. Vorausgesetzt natürlich, man nimmt seinen Müll komplett mit (am besten auch das Toilettenpapier!) und hinterlässt den Platz genau so, wie man ihn vorgefunden hat. Das Entzünden von Feuer ist im Gebirge grundsätzlich nicht erlaubt, weil die Fauna dort sehr sensibel ist. Außerdem ist ein Feuer ein Notfallsignal, das im Tal von der Bergrettung eventuell falsch gedeutet wird. Wer in Sichtweite einer Hütte oder eines Refugios übernachten will, sollte vorher mit den Bewohnern abklären, ob das in Ordnung ist, ansonsten riskiert man, dass man mitten in der Nacht verscheucht wird und für Unmut sorgt.

Mit dem Zelt in den Alpen

Mit dem Zelt in den Alpen (c) www.ulligunde.com


Grundsätzlich sollte man immer darauf vorbereitet sein, den Platz in wenigen Minuten verlassen zu können. Den Rucksack solltet ihr abends also weitgehend fertig packen, denn man weiß nie, ob ein plötzlicher Wetterumschwung oder ein wütender Ranger einen nachts vertreibt. Über Nacht sollten keine Ausrüstungsgegenstände draußen herumliegen, genauso wenig wie benütztes Geschirr mit Speiseresten, denn die werden garantiert von Tieren gefunden. Beim Zelten sollte man so wenig wie möglich in die Natur eingreifen, mit dem Füttern von Wildtieren tut man den Tieren keinen Gefallen.

Welche Ausrüstung?

Als erste Trekkingtour jedoch direkt eine mit Zelt zu machen, ist nicht besonders ratsam, außer man hat einen erfahrenen Partner dabei. Einerseits ist die richtige Ausrüstung bei solchen Unternehmungen ein Erfahrungswert – man muss sich selbst kennen lernen und herausfinden, was einem wichtig ist und worauf man im Zweifel verzichten kann.

Mit dem Zelt in Neuseeland

Mit dem Zelt in Neuseeland (c) www.ulligunde.com

Es gibt viele Trekker, die nur mit Tarp (nur eine einfache Zeltplane) unterwegs sind und diese zwischen ihren Wanderstöcken aufspannen. Andere verzichten auf einen warmen Schlafsack, um Gewicht einzusparen. Anderen wiederum ist ihre dicke Isomatte besonders wichtig usw. So hat jeder seine Eigenheiten. Ich persönlich bin ein Fan eines Zelts, denn man ist vor Wind, Wetter, Blicken und Tieren geschützt. Wer auch nicht auf einen warmen Schlafsack verzichten möchte, sollte wenigstens über eine leichte Isomatte nachdenken. Therm-A-Rest zum Beispiel hat eine ultraleichte Isomatte entwickelt, die aufgeblasen auf über 6 cm Dicke kommt, zusammengefaltet aber nicht größer als eine 1 l-Flasche ist und nur etwas über 300 g wiegt. Trotz dieser erheblichen Reduktion erreicht man mit dieser Ausrüstung nochmals gut 5 kg zusätzliches Gewicht. Denn wer autark unterwegs sein möchte, muss auch sein Essen selbst mitnehmen und zubereiten. Wie das funktioniert, lest ihr im nächsten Artikel!

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Kommentare

  1. Anonymous
    31.05.2012 15:28

    [...] letzten Artikel ging es um die Herausforderung, völlig autark mit eigenem Zelt zu trekken. Einerseits stellt das eine hohe Anforderung an gute und leichte Ausrüstung, andererseits bedarf [...]

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