Von Berlin nach Shanghai – mit dem Fahrrad!
Dieses ambitionierte Ziel haben sich die beiden Zwillingsbrüder und Wahlberliner Paul und Hansen Hoepner gesetzt. Ein Projekt, das verrückt erscheint, aber auch nur mit einem gewissen Maß an Vernunft und Gelassenheit durchgezogen werden kann. Knapp 13.000 km in sechs Monaten – eine schier unvorstellbare Distanz, die die beiden auf der Umrundung der halben Erdkugel vor sich haben.
Am 6. April 2012 soll die Unternehmung starten. Und dieser Termin ist wohl ausgesucht: Es ist der 30. Geburtstag der Zwillingsbrüder. Irgendwann auf ihrer langen Reise wird es sicherlich Phasen geben, in denen sie sich mit runzliger Stirn denken werden, „ein schönes Geburtstagsgeschenk haben wir uns da gemacht“… Sicherlich wird es viel Unvorhergesehenes geben, Probleme, mit denen keiner gerechnet hat. Da sich die beiden Brüder bis dahin aber schon einige Jährchen kennen, der eine genau weiß, wie der andere tickt, und sie bereits einige gemeinsame Radtouren der extremeren Art gemeistert haben, wird ihnen bestimmt auch dieses anspruchsvolle Projekt gelingen.
Die Route …
Bis Anfang Oktober wollen die beiden ihr Ziel Shanghai erreicht haben. Bis dahin gilt es, viele verschiedene Länder, Kulturen, Klima- und Zeitzonen zu durchqueren: Polen, Litauen, Lettland, Russland, Kasachstan, Kirgistan, Tibet und China. Mit dieser Route haben sich die Hoepner-Brüder die konditionell anspruchvollste ausgesucht – der Himalaya wird weder nördlich noch südlich desselben umrundet, sondern es geht mittendurch. Der höchste Pass liegt bei 5200 m ü. NN. Eventuell kann es natürlich sein, dass die Route spontan geändert werden muss aufgrund unvorhergesehener Schwierigkeiten bzgl. Klima, politischer Verhältnisse etc.
Die Finanzierungsfrage …
Besonders kreativ waren die zwei Brüder, die ursprünglich aus der Bodenseeregion stammen, in der Frage, wie das Ganze finanziert werden soll. Da hieß es nicht nur, „bitte unterstützt uns und spendet Geld“, nein, man erhält selbst auch etwas für den finanziellen Beitrag: bei zehn Euro beispielsweise ein Steinchen vom höchsten Pass der Tour aus dem Himalaya; bei 100 Euro zwei Lose für ein Flugticket von Berlin nach Shanghai und zurück, außerdem wird irgendwo auf der Reise eine Straße nach dem Spender benannt; bei 500 Euro steigt mit vier Losen die Chance auf den Gewinn des Flugtickets und im Himalaya wird eine kleine Flagge mit dem Namen des Wohltäters gehisst. Die insgesamt acht Vergütungsstufen reichen von 10 bis 2000 Euro.
Das Ergebnis …
Ein Teil der Gesamtkosten wurde anhand dieses Prinzips und über die Crowd-Funding-Plattform pling.de gedeckt. Gesponsert werden die beiden außerdem von serpentine velosport und tout terrain. Die Finanzierung des Projektes, das nicht nur die Reise an sich umfasst, ist zwar bereits gesichert, weitere Finanzspritzen nehmen die beiden aber gerne entgegen. Schließlich bleibt es nicht nur bei der “Radtour” an sich. Aus dem Abenteuer sollen im Anschluss ein Buch und eine App (für iPhone, iPad und Android) entstehen. Anhand der App kann sich der Leser des Buches zusätzlicher Informationen wie Bilder, Videos und Audionotizen, die während der Reise entstanden sind, bedienen – es wird also ein multimediales Roadtrip-Buch als Erinnerung geben.
Viele weitere Infos zu diesem außergewöhnlichen Abenteuer bekommt Ihr auf der Homepage. Natürlich werden wir Euch hier auf outdooractive.com auch auf dem Laufenden halten, wie es Paul und Hansen ergehen wird. Wir wünschen den beiden jedenfalls viele tolle Erlebnisse, möglichst wenig unangenehme Zwischenfälle und dass sie wie geplant Anfang Oktober in Shanghai ankommen werden! –> zur Fortsetzung…
Verwandte Artikel
Kommentare
Ihr Kommentar
Alle Felder mit Sternchen (*) sind Pflichtfelder. Ihre E-Mail wird nicht veröffentlicht.

- Bewertungen: 4
28.08.2012 11:47
[...] Euch zum ersten Mal von einer ganz besonderen Aktion zweier außergewöhnlicher Menschen berichtet: Von Berlin nach Shanghai – mit dem Fahrrad! Die Brüder Paul und Hansen Hoepner träumen davon, mit ihren Fahrrädern in sechs Monaten die [...]