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Das Inntal – Vom Malojapass bis Passau

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Ungestüm Ungestümer Gletscherfluss im Engadin. Foto: © Sidoniusströmt das grau-grüne Wasser des Inn durch das Gletschertrogtal in den Ostalpen. Von der Quelle beim Malojapass in Graubünden bis zu seiner Mündung in die Donau in Passau legt er 517 km zurück und gilt als einer der mächtigsten Alpenflüsse.

Jahrhundertealter Handelsweg

Seit Jahrhunderten ist der Inn ein wichtiger Handels- und Transportweg. Schon die Römer nutzten die Wasserstraße, um Truppen oder Güter zu befördern. Heute verläuft im Inntal mit der Inntalautobahn und ihrer Abzweigung zum Brenner eine der wichtigsten Verbindungsstraßen durch die Alpen nach Südtirol und Italien.

Energie aus dem Fluss

Kein anderer Fluss auf der Nordseite der Alpen schießt mit so viel Wucht aus den Bergen heraus wie der Inn. Als wilder Gebirgsbach stellte er früher eine große Hochwassergefahr dar, der heute Schutzmaßnahmen entgegenwirken. Gleichzeitig bildet die Wasserkraft aber eine wesentliche Energiequelle, so dass zahlreiche Kraftwerke den Fluss zur Stromerzeugung nutzen.

Ein Tal und drei Staaten

Von Blick auf die Engadiner Seenplatte. Foto: © Terra3der Schweiz durch Österreich bis nach Deutschland hat der Inn-Gletscher vor über 10.000 Jahren ein langes Tal durch die Ostalpen geschürft. Jeder Talabschnitt besticht dabei durch ein ganz besonderes Flair:

Ober- und Unterengadin in Graubünden: Das Oberengadin ist für seinen Reichtum an Seen bekannt. Recht zahm durchfließt der Inn das malerische Hochtal zwischen schneebedeckten Berggipfeln und grünen Wiesen und bildet mit den  türkis-blauen Alpseen Silsersee, Silvaplanersee, Lej da Champfèr und St. Moritzersee die Engadiner Seenplatte. Beliebte Urlaubsorte wie St. Moritz locken Touristen aus aller Welt zum Wandern, Skifahren, Klettern und Mountainbiken. Im Unterengadin rauscht der Inn durch wilde und schmale Schluchten vorbei an pittoresken Orten wie Scuol und Ramosch. Dank des milden Klimas und der fruchtbaren Böden gilt die Region als Kornkammer des Engadins.

Ober- Brücke über den Inn bei Finstermünz. Foto: © Hannound Unterinntal in Tirol: Am Engpass Finstermünz ist die Grenze zu Österreich erreicht, an der das Oberinntal beginnt. Rätische Bauernhöfe und schmale, wildromantische Schluchten prägen die Landschaft, in der sowohl Sommer- als auch Wintersportler voll auf ihre Kosten kommen. Beliebte Touristenmagneten sind Orte wie Galtür, Ischgl oder Landeck, ebenso wie die abzweigenden Täler Kauner-, Pitz- und Ötztal. Bei der Einmündung der Melach in den Inn öffnet sich das dicht besiedelte Unterinntal. Von Innsbruck bis Kufstein erstreckt sich einer der größten österreichischen Ballungsräume. Der besondere Mix aus Natur und Kultur lockt wahre Besucherscharen in die Hauptstadt Tirols und die umliegenden Städte.

Unterer In Passau mündet der Inn in die Donau. Foto © AconcaguaInn in Bayern: In Kiefersfelden fließt der Inn schließlich über die Grenze nach Bayern und wird von mehreren Stauwerken gesäumt. Auf seinem Weg durchs Alpenvorland weisen die Endmoränen am Rosenheimer Becken nochmals auf seinen Ursprung als Gletscherfluss hin, bevor er weiter durch die südöstliche Ecke Bayerns und als Grenzfluss bis in die Dreiflüssestadt Passau fließt, wo er in die Donau mündet.

Aktiv im Inntal

Wer das vielseitige Inntal nun selbst erleben möchte, für den gibt es hier einige Tourenvorschläge:

1. Natur und Kultur im Inntal

2. Inntalwanderweg Ering

3. Wandern von Bad Füssing entlang der Innauen

4. Der Innsbrucker Klettersteig im Karwendel-Gebirge

5. Burgenwanderweg

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