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Segelfliegen im Allgäu

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„Über den Wolken, muss die Freiheit wohl grenzenlos sein…“ – im Jahre 1974 besang Reinhard Mey das Fliegen, das wohl zu den faszinierendsten Erfahrungen und schönsten Arten gehört, die Beschaffenheit und Eigenheiten der heimischen Landschaft kennen zu lernen.


Lautlose ErfahrungAussicht mit SeltenheitswertAussicht mit Seltenheitswert

Das Fliegen selbst ist für jedermann ein unvergleichliches Erlebnis. Wer behauptet Segelfliegen sei ein gelassener, gemächlicher Sport, ist noch nie mit einer Seilwinde in wenigen Sekunden auf eine Höhe von 100 Metern katapultiert worden. Der Moment, in dem das Flugzeug den Boden in steilem Winkel verlässt, verursacht zu Beginn ein mulmiges Gefühl. Dieses jedoch weicht der inneren Gelassenheit und Ruhe, bekommt man die Schönheit des Allgäus aus solch ungewohnter Perspektive präsentiert. Da lassen sich Landschaftszüge erkennen, die man so noch nie sehen durfte, Details kommen zum Vorschein, die einen zum schmunzeln bringen und man entdeckt so viele Orte die man „schon immer mal besuchen wollte“. Bis auf den Hilfsmotor des Motorseglers, das Pfeifen des Windes und dem anfänglichen Johlen von Flugneulingen, ist man befreit vom Lärm der Straße, ja fast schon gleichgültig gegenüber der Hektik des Alltages.

Luftige AlternativenDer Sonne hinterher

Egal, ob mit Segelflugzeug oder Motorsegler – wer das Allgäu mit Hilfe luftiger Strömungen aus der Vogelperspektive erkunden möchte, hat gleich mehrere Möglichkeiten, sich über die Dinge zu erheben. Ob man dabei mit der Seilwinde in die Luft geschossen wird oder sich mit einem Schleppflugzeug gen Himmel ziehen lässt: Beide Alternativen vermitteln ein unmittelbares und angenehmes Kribbeln im Bauch. Im Allgäu finden sich mit Agathazell, Lindenberg, Isny und Bad Wörishofen vier offizielle Anlaufstellen für furchtlose Copiloten. Hier verläuft die Segelflugsaison circa von April bis September, ist man doch von einer stabilen Wetterlage und optimalen Verhältnissen der Thermik abhängig. Auf den Flugplätzen hat man sowohl die Möglichkeit, passiv mitzufliegen, als auch eigene Flugstunden in Anspruch zu nehmen. Neben dem Erlernen von Sicherheitsvorschriften und Thermik braucht es zusätzlich Zeit, die mit der Wartung eines solchen Fluggerätes einhergeht. Da es sich hier um kleinere Flugplätze handelt, die kein eigenes Personal stellen können, wird die Bereitschaft, persönlich Zeit zu investieren, vorausgesetzt – so trägt jeder ein kleines Stück Verantwortung.

Breite ZielgruppeStartklar

Wer im ersten Moment vermuten mag, dieser Sport sei nur Erwachsenen vorbehalten, wird schnell eines Besseren belehrt. Jugendliche lernen bereits am Flugplatz den verantwortungsvollen Umgang mit technischen Geräten sowie theoretische Grundlagen zu Thermik, Wetterverhältnissen und Flugsicherheit. Das legt den Grundstein für spätere eigene Flüge, die selbständig und ohne Aufsicht stattfinden können.

Doch auch wer nicht selber fliegen will, kann sich bereits für einen adäquaten Betrag in die Lüfte schwingen. In Agathazell und Bad Wörishofen werden kurze Rundflüge bereits ab 15 Euro angeboten – konkurrenzlos günstig für ein so besonderes Erlebnis, bedenkt man doch die sonstigen Alternativen, wie Helikopter oder Heißluftballon.

Schwindelfreie und Outdoor Begeisterte, die sich um eine wertvolle Erfahrung bereichern wollen, sollten sich unbedingt bei einem der unten gelisteten Segelflugplätze über die individuellen Konditionen informieren.

Segelfliegen in Bad Wörishofen

Segelflugplatz Agathazell

Luftsportgruppe Lindenberg

Luftsportgruppe Insy

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Kommentare

  1. Naturpark Nagelfluhkette - Outdoor Magazin » outdooractive.com
    22.10.2010 08:33

    [...] vom Massentourismus führt die Wanderung vom Hochgrat bis zum Mittag. Aber auch für Mountainbiker, Segelflieger und Radfahrer hat die Nagelfluhkette viel zu bieten. Zahlreiche Winterwanderwege, Langlaufloipen [...]

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