outdooractive Magazin

Balanceakt auf der Slackline

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne - Bewertungen: 10
Loading ... Loading ...

Zwischen Gleichgewichtstraining auf der Slackline. Foto: ©  www.slackline-nord.comBäumen im Park, über Wasser und nicht zuletzt bei „Wetten, dass…?“ sind sie zu sehen: Slackliner! Der Balanceakt auf dem Schlappseil hat sich zum neuen Trendsport entwickelt.

Langeweile beim Klettern

Die Ursprünge des Sports führen zurück in die USA. Bereits in den 80er Jahren kamen Kletterer im Yosemite-Nationalpark auf die Idee, bei Regen oder Langeweile auf schlaff gespannten Seilen zu balancieren und so ihr Gleichgewicht zu trainieren. Der Grundstein für den heutigen Trendsport Slacklinen war gelegt und wurde von Pionieren wie Heinz Zak in Europa verbreitet.

Schlappseil vs. Drahtseil

Slacklinen am Strand. Foto: © www.slackline-nord.comAnders als Zirkusartisten balancieren Slackliner nicht auf einem statischen Drahtseil, sondern auf einem elastischen Band. Deshalb ist ein ständiges Ausgleichen der Eigenbewegung nötig. So wird Reaktionsvermögen, Gleichgewicht, Körperbeherrschung, Koordination und Konzentration trainiert.

Wackeliger Balanceakt

Was von außen so einfach aussieht, ist besonders beim ersten Mal eine echte Herausforderung: Das ganze Bein wackelt, die Slackline zittert und an einfache Schritte ist noch gar nicht zu denken. Aber mit ein bisschen Übung stellen sich schon bald die ersten Erfolge ein. Für geübte Slackliner eröffnen sich dann vielfältige Möglichkeiten:

  • Lowline/Trickline: Die relativ niedrig gespannte Slackline (Knie- bis Hüfthöhe) eignet sich gut für folgende Tricks: Gehen, Stehen, Rückwärts laufen, Umdrehen, Hinsetzen, Hinlegen, Surfen, Knien etc.
  • Jumpline: Die Slackline federt ähnlich wie ein Trampolin. Foto: ©   www.slackline-nord.comÄhnlich wie ein Trampolin eignen sich die möglichst straff gespannten Lines für verschiedene Sprünge, Drehungen und sogar Salti.
  • Longline: Das Ziel klingt leicht – eine möglichst lange Line von Fixpunkt zu Fixpunkt zu bewältigen. Schwierig wird es aber, wenn die Slackline einmal zu schwingen beginnt. Deshalb ist eine dauerhafte Konzentration wichtig.
  • Rodeo- bzw. Freestyleline: Auf einem durchhängenden Schlaffseil macht das Surfen – ein langsames und kontrolliertes Schwingen – besonders Spaß und eignet sich als Training für die Longline.
  • Highline: Spektakulär anzusehen und psychisch sehr anspruchsvoll sind Highlines. Mit zusätzlicher Sicherung balancieren Slackliner in bis zu mehreren tausend Metern Höhe.
  • Waterline: Tricks auf der Waterline. Foto: © www.slackline-nord.comDer unruhige Untergrund macht das Balancieren über Wasser besonders schwierig. Bei ausreichender Wassertiefe ist eine Waterline jedoch ideal zum Üben neuer Tricks.
  • Darkline/Nightline: In der Nacht oder in dunklen Räumen muss sich der Slackliner ausschließlich auf den Gleichgewichtssinn, das Gehör und sein Körpergefühl verlassen.

Slackline-Impressionen zum Anschauen findet ihr in unserem Channel.

Verwandte Artikel

Kommentare

  1. Street Workout – Training für unterwegs - Outdoor Magazin » outdooractive.com
    19.05.2010 14:11

    [...] und gibt sogar Tipps zur richtigen Ausführung. Doch auch beim Biken, in den Bergen und sogar beim Slacklinen zahlt sich eine bessere Konstitution aus, um die Spannung zu halten und Verletzungen zu [...]

Ihr Kommentar

Alle Felder mit Sternchen (*) sind Pflichtfelder. Ihre E-Mail wird nicht veröffentlicht.

Feedback für diesen Artikel