Balanceakt auf der Slackline
Zwischen
Bäumen im Park, über Wasser und nicht zuletzt bei „Wetten, dass…?“ sind sie zu sehen: Slackliner! Der Balanceakt auf dem Schlappseil hat sich zum neuen Trendsport entwickelt.
Langeweile beim Klettern
Die Ursprünge des Sports führen zurück in die USA. Bereits in den 80er Jahren kamen Kletterer im Yosemite-Nationalpark auf die Idee, bei Regen oder Langeweile auf schlaff gespannten Seilen zu balancieren und so ihr Gleichgewicht zu trainieren. Der Grundstein für den heutigen Trendsport Slacklinen war gelegt und wurde von Pionieren wie Heinz Zak in Europa verbreitet.
Schlappseil vs. Drahtseil
Anders als Zirkusartisten balancieren Slackliner nicht auf einem statischen Drahtseil, sondern auf einem elastischen Band. Deshalb ist ein ständiges Ausgleichen der Eigenbewegung nötig. So wird Reaktionsvermögen, Gleichgewicht, Körperbeherrschung, Koordination und Konzentration trainiert.
Wackeliger Balanceakt
Was von außen so einfach aussieht, ist besonders beim ersten Mal eine echte Herausforderung: Das ganze Bein wackelt, die Slackline zittert und an einfache Schritte ist noch gar nicht zu denken. Aber mit ein bisschen Übung stellen sich schon bald die ersten Erfolge ein. Für geübte Slackliner eröffnen sich dann vielfältige Möglichkeiten:
- Lowline/Trickline: Die relativ niedrig gespannte Slackline (Knie- bis Hüfthöhe) eignet sich gut für folgende Tricks: Gehen, Stehen, Rückwärts laufen, Umdrehen, Hinsetzen, Hinlegen, Surfen, Knien etc.
- Jumpline:
Ähnlich wie ein Trampolin eignen sich die möglichst straff gespannten Lines für verschiedene Sprünge, Drehungen und sogar Salti. - Longline: Das Ziel klingt leicht – eine möglichst lange Line von Fixpunkt zu Fixpunkt zu bewältigen. Schwierig wird es aber, wenn die Slackline einmal zu schwingen beginnt. Deshalb ist eine dauerhafte Konzentration wichtig.
- Rodeo- bzw. Freestyleline: Auf einem durchhängenden Schlaffseil macht das Surfen – ein langsames und kontrolliertes Schwingen – besonders Spaß und eignet sich als Training für die Longline.
- Highline: Spektakulär anzusehen und psychisch sehr anspruchsvoll sind Highlines. Mit zusätzlicher Sicherung balancieren Slackliner in bis zu mehreren tausend Metern Höhe.
- Waterline:
Der unruhige Untergrund macht das Balancieren über Wasser besonders schwierig. Bei ausreichender Wassertiefe ist eine Waterline jedoch ideal zum Üben neuer Tricks. - Darkline/Nightline: In der Nacht oder in dunklen Räumen muss sich der Slackliner ausschließlich auf den Gleichgewichtssinn, das Gehör und sein Körpergefühl verlassen.
Slackline-Impressionen zum Anschauen findet ihr in unserem Channel.
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19.05.2010 14:11
[...] und gibt sogar Tipps zur richtigen Ausführung. Doch auch beim Biken, in den Bergen und sogar beim Slacklinen zahlt sich eine bessere Konstitution aus, um die Spannung zu halten und Verletzungen zu [...]