Zeche Zollverein – historisches Monument und moderner Treffpunkt
Das Wahrzeichen des ‘alten’ und ‘neuen’ Ruhrgebietes ist die Zeche und Kokerei Zollverein, seit 2001 UNESCO Welterbe. Die ehemalige Zeche liegt im Norden von Essen und wurde 1986 stillgelegt. Einst galt sie als modernste und vielleicht auch schönste Zeche weltweit. Früher wurde hier Kohle gefördert, aufbereitet und weiter zu Koks veredelt. Heute ist die Zeche Zollverein als das bekannteste Industriedenkmal ein internationaler Begegnungspunkt und moderner Standort der Kreativwirtschaft.
Neben zahlreichen Erlebnisführungen, dem Museumspfad, Konzerten und vielen weiteren kulturellen Angeboten hat die Zeche Zollverein auch einiges für Outdoor-Liebhaber zu bieten. Mit dem „Sonnenrad“ beispielsweise erlebt man nicht nur ungewohnte Einblicke in das Innenleben des Weltkulturerbes, sondern auch herrliche Ausblicke in die Umgebung. Zwischen Mai und Oktober läuft das Sonnenrad an den Wochenenden, um dem Besucher in einer der 14 Gondeln eine Fahrt der spannenden Gegensätze zu bieten: Tief hinein geht es in das Innere der aufgeschnittenen Koksofenbatterie 9 und dann hoch hinauf in den Himmel über Zollverein.
Nach diesem Rundumblick kann man sich in den Sattel schwingen und das riesige Gelände per Bike erkunden. Die RevierRad-Station hält Fahrräder und viele Infos bereit. Natürlich kann man mit seinem Rad von hier aus auch eine längere Tour durchs Ruhrgebiet starten. Die schönsten Radwege durchs Ruhrgebiet haben wir Euch diese Woche schon hier vorgestellt.
Spiel- und Aktionsstationen
Besonders mit Kindern und Jugendlichen bietet es sich an, während des Fahrrad-Rundkurses durch die Zeche Zollverein einige Stopps einzulegen. Verschiedene Spielorte laden zum Staunen, Entdecken und Ausprobieren ein. Im Labyrinth der verborgenen Schätze fühlen sich die Kleinen wie im Märchen. Auf der Bühne im Kokereigarten im Industriewald nördlich der Kokerei kann man singen, tanzen, Kunststücke vorführen oder kleine Theaterstücke spielen. Biologie zum Anfassen gibt es im Stellwerk-Garten auf Schacht XII. Und auch die sportlich Aktiven können sich über verschiedene Attraktionen freuen: angefangen vom Sandplatz, auf dem man sich beim Beach-Volleyball auspowern kann, über die Kletterwand im Kokereigarten bis zum Soccer-Golf.
Fußball + Minigolf = Soccer-Golf
Hier kann man sich an einer Sportart versuchen, die Fußball und Minigolf kombiniert. Der Parcours startet am Gleisboulevard am Pavillon in der Nähe des Stellwerks auf Schacht XII und erstreckt sich bis zum Kohlegarten nördlich der Kokerei. Hierfür wurden neun Felder mit Toren angelegt. Gespielt wird wie beim Golfen von Tor zu Tor. Nach diesen schweißtreibenden Aktivitäten kann man in den Sommermonaten auch noch ein kühles Bad im so genannten Werkschwimmbad nehmen. Es entstand im Jahr 2001 im Rahmen eines Kunstprojektes. Das Schwimmbecken setzt sich zusammen aus zwei alten, zusammengeschweißten Überseecontainern und demonstriert so inmitten der Industriehinterlassenschaften aus Rost und Stahl den Struktur- und Nutzungswandel des Ruhrgebiets.
Ein Ausflug in die Zeche Zollverein wird also nicht nur für Interessierte an Kultur und der Kohleindustrie zum Erlebnis. Weitere Infos gibt es auf der Homepage der Zeche Zollverein: www.zollverein.de
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