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Wenn das Badewasser einfriert

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Eisspaß auf dem Wörthsee. Foto: Viktoria SchmidDass Wintersport nicht immer etwas mit Schnee zu tun haben muss, zeigt sich beim Schlittschuhlaufen. Für diese Sportart sind die weißen Eiskristalle, die vom Himmel fallen, sogar eher hinderlich. Denn der perfekte Untergrund zum Eisskaten besteht aus festem, stabilem Eis, dessen Oberfläche möglichst glatt, also auch schneefrei ist.

Wärmespeicher Wasser

Wer dazu nicht in eine Eishalle gehen möchte, ist außerdem auf die Außentemperatur angewiesen. Denn Frost ist eine grundlegende Voraussetzung zum Schlittschuhlaufen. Je länger dieser anhält, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Wasser der stehenden Gewässer zufriert und eine ausreichende Tragkraft erreicht. Da Wasser die Eigenschaft besitzt, Wärme (oder Kälte) länger zu speichern als Boden oder Luft, bedarf es in der Regel mehr als einiger Tage mit Minusgraden. So kommt es, dass die Eisschicht der wenigsten Seen und Weiher in Deutschland vor Mitte Januar eine einbruchfeste Eisschicht bilden konnten, selbst wenn es bereits seit Ende November winterlich kalt ist.

Gesucht: Dauerfrost

Eishockey auf dem Wörthsee. Foto: Viktoria SchmidWenn der Winter mild ist, bleiben die Gewässer in vielen Regionen Deutschlands sogar das ganze Jahr lang zu warm, um zuzufrieren. Am wahrscheinlichsten sind zugefrorene Seen deshalb in den höher gelegenen und von einem kontinentaleren Klima geprägten Gegenden, allen voran in Bayern. Solange es nicht schneit, sind vor allem die kleineren und mittelgroßen Seen bevorzugtes Ziel von Eisläufern, Eishockeyspielern und Eisstockschießern, so etwa der große Alpsee bei Immenstadt im Allgäu oder der Wörthsee bei München. Große Seen wie der Starnberger See, der Ammersee und der Chiemsee speichern große Wassermassen und brauchen deshalb länger um abzukühlen und zuzufrieren.

Wo der Eissport zu Hause ist

Nicht verwunderlich ist also, dass Sportarten auf dem Eis vor allem im Süden der Republik heimisch sind. Auch wenn die Kölner Haie, die DEG aus Düsseldorf oder die Adler Mannheim auf eine große Tradition im Profi-Eishockey verweisen können: Als Volkssport ist Eishockey in den Metropolen am Rhein gänzlich ungeeignet. Im Alpenraum ist es dagegen nicht unüblich sich im Winter nachmittags Puck und Schläger zu schnappen und sich für ein schnelles Spielchen auf dem Eis zu treffen.

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