Allgäufilm – Bergfilme aus dem Allgäu
Wer schon einmal in den Allgäuer Alpen war, der kann sich sicher vorstellen, dass der eine oder andere Berggipfel, eine Schlucht oder auch ein Felsgrat Schauplatz spektakulärer Filmszenen sein könnte.
Dieser Überzeugung waren auch die Brüder Jürgen und Michael Schafroth, die im Jahr 2008 das Filmprojekt „Allgäufilm“ gründeten. Die beiden angehenden staatlich geprüften Berg- und Skiführer standen viele Jahre dem bekannten Bergfilmer Gerhard Baur zur Seite, bis der Wunsch, eigene Filmprojekte zu verwirklichen, immer stärker wurde. Insgesamt entstanden bereits folgende fünf Filme:
Die vergessene Wand
Die 220 m hohe senkrechte, teils überhängende Ostwand des Schneck ist die wohl bekannteste Klettertour der Allgäuer Alpen. Die Route wurde 1922 erstbegangen und war für lange Zeit unbemerkt eine der ersten Klettertouren des sechsten Schwierigkeitsgrades in den Alpen. Der Film erzählt anhand einer Begehung die über 80-jährige Geschichte dieser Felswand. Die Begeisterung für diesen Berg, die 80-jährige Wiederkerh der Erstbegehung sowie die bewegte Geschichte der Ostwand des Schneck waren der Anlass zu diesem Film.
Highway to Hell
Das Hölloch in den Allgäuer Alpen ist mit fast 10 km Ganglänge die größte Höhle Deutschlands. Der einzige bekannte Einstieg in diese Unterwelt ist der 80 m tiefe Höllochschacht. Dieser ist total vereist, als Michl und Flo versuchen, ihn mit ihren Eisgeräten zu ersteigen. Der Film “Highway to Hell” erzählt von dieser Erstbesteigung.
Freispitzsommer
Wild, einsam und mühsam zu erreichen sind die meisten Gipfel in den Lechtaler Alpen. Geologisch vielfältig ist diese einzigartige Landschaft und einige Gipfel ragen wie einsame Inseln aus einem Meer steilen, brüchigen Felsflanken heraus. Die 2884 m hohe Freispitze ist einer der schönsten und schwierigsten Gipfel der Lechtaler Alpen. In ihrer 450 m hohen Südwand befinden sich einige der besten Kletterrouten der nördlichen Kalkalpen. Der Film portraitiert einen Sommer am Fuße der Freispitze.
UNTER NULL
Im Sommerwerden die schwierigen Allgäuer Gipfel wie die Trettachspitze oder die Höfats von zahlreichen Bergsteigern erklommen, im Winter sieht man dort für Monate keine Besucher. In den 1950er Jahren ist das Winterklettern in den Allgäuer Wänden kurz aufgelebt, heute jedoch eine fast vergessene Disziplin. In dem Film “UNTER NULL” machen sich vier Allgäuer Kletterer auf den Weg, große Allgäuer Klettertouren zu wiederholen, die bis jetzt sehr selten oder noch nie im Winter durchstiegen worden sind. In drei Wintern wurde dieser Streifzug durch die Geschichte des Winterbergsteigens in den Allgäuer Alpen gedreht.
Auf der Spur der runden Steine
Die Nagelfluhkette zwischen Hochgrat und Mittag ist eine der bekanntesten und schönsten Wanderregionen der Allgäuer Alpen. Der geologische Aufbau dieser Gebirgskette hat eine interessante Geschichte, denn wo kommen die vielen runden Steine her und wie kommt rundgewaschenes Flussgestein auf einen Berggipfel? In einer zweitägigen Wanderung über die Nagelfluhkette sind Mona und Verena zusammen mit ihrem Opa diesen Fragen auf der Spur.
Wer neugierig auf die Filme der beiden Schafroths geworden ist, kann sich mit „Unter Null“ und „Auf der Spur der runden Steine“ im Immenstädter Hofgarten am Samstag, den 19. Dezember um 2o Uhr mitten in die Allgäuer Bergwelt versetzen lassen. Weitere Infos zum Projekt Allgäufilm findet ihr hier.
Verwandte Artikel
Kommentare
Ihr Kommentar
Alle Felder mit Sternchen (*) sind Pflichtfelder. Ihre E-Mail wird nicht veröffentlicht.

- Bewertungen: 5


