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Zielsprung mit Biertisch

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Ein Zweier-Wok rast durch den Eiskanal. Autor: Knauseder Event ConceptVor Kurzem haben wir an dieser Stelle über das Snowkiten berichtet. Doch es gibt noch deutlich ausgefallenere Arten, seinen Urlaub auf verschneiten Pisten zu verbringen. Ski und Snowboard wirken im Vergleich zu den innovativen Wintersportgeräten Wok, Biertischbob oder Airboard wie altmodische Relikte aus dem vergangenen Jahrtausend.

Tabledance auf glattem Untergrund

Bei der dritten Biertischbob-Weltmeisterschaft messen sich alljährlich im österreichischen Kühtai die weltbesten Biertischbob-Teams in dieser jungen Disziplin messen. Eine Mannschaft besteht aus jeweils zwei Mitgliedern, die gemeinsam auf einem präparierten und umgedrehten Biertisch die Rennstrecke am Berghang hinunterschlittern. Um Verletzungen zu vermeiden, sind die Metallteile des Tisches gepolstert. An der Oberseite des zum Sportgerät umfunktionierten Möbels sind Schienen und an der Vorderkante ein kleiner Spoiler angebracht. Gesteuert wird das Gefährt durch Gewichtsverlagerung und mit den Füßen. Sieger der WM ist das Team, das nach dem abschließenden Sprung am schnellsten im Ziel gelandet ist.

Multifunktionspfanne aus Asien

Im Vergleich zum Biertischbob-Fahren fast schon Mainstream, aber nichtsdestotrotz immer noch ein Trendsport ist das „Woken“ oder Wok-Fahren. Seit das mediale Multitalent Stefan Raab die asiatische Kochschüssel kurzerhand zum Wintersportgerät umfunktionierte, hat er viele begeisterte Nachahmer gefunden. Sporthistorisch betrachtet ist das Wok-Fahren eine Weiterentwicklung des Bob-Fahrens – statt des altbekannten Rennschlittens findet ein Wokrennen in einer für den fernöstlichen Raum typischen, gewölbten Pfanne statt. In Innsbruck kann man auf dem 1270 m langen Eiskanal der Olympia Bobbahn auch als Amateur an Rennen mit dem Vierer-Wok teilnehmen. Mit den 66 cm breiten und 2 cm dicken Rennpfannen, in deren Böden Dämpfungselemente aus Polyurethan eingearbeitet sind, können Spitzengeschwindigkeiten von über 100 km/h erreicht werden.

Luftmatratzensport

Rasante Abfahrten sind mit dem Airboard garantiert. Autor und Copyright: malavoda (Flickr) Wie Schlittenfahren – nur viel mehr Action: Das ist Airboarden. Bei dieser innovativen Sportart stürzt man sich mit dem Kopf voran, bäuchlings auf einem Luftkissen liegend, die Piste hinunter. Gesteuert wird das Airboard, für das auf öffentlichen Hängen Helmpflicht gilt, wie der Biertischbob vor allem per Gewichtsverlagerung. Selbst Sprünge sind möglich, werden sie doch durch das luftgefüllte Airboard einem Airbag gleich abgefedert. Durch die große Nähe zum Untergrund ist der Geschwindigkeitsrausch beim Airboarden besonders intensiv. Nicht nur wer erleben möchte, wie Wintersport aus der Perspektive eines Murmeltiers aussehen würde, sollte diesen Sport unbedingt einmal ausprobieren. Bewegte Impressionen vom Airboarden gibt es hier.

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Kommentare

  1. Wedelspaß im Sitzen - Outdoor Magazin » outdooractive.com
    24.02.2010 08:40

    [...] im Sitzen? Klingt irgendwie nach Alt-Herren-Sport, oder? Im Gegenteil: Ähnlich wie Airboarden, Wok-Fahren oder Zorbing entwickelt sich auch Snowbiken immer mehr zum Wintersporttrend. Bei der flotten [...]

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