“Rent a camel” – die etwas andere Outdooraktivität im Allgäu
Für das Wandern, Mountainbiken, Nordic Walking, Rodeln und Inlinen gibt es im Allgäu seit nunmehr 16 Jahren eine Outdoor-Alternative, die man in dieser Region nicht unbedingt erwarten würde: Reiten. Nein, dabei ist natürlich nicht die Rede vom Reiten auf Pferden, sondern man kann sich hier auf orientalischen Vierbeinern, nämlich Kamelen, durch die Gegend „schaukeln“ lassen. Neben der Tatsache, dass ein Kamel gegenüber einem Pferd mal etwas Abwechslung (vor allem in der Gangart) bietet, ist das Lastentier auch wesentlich genügsamer: Ein Kamel frisst nur ein Drittel dessen, was ein Pferd im Lauf eines Tages vertilgt.
Auf der Kamelfarm „rent a camel“ in Hack (Gemeinde Seeg) im Ostallgäu kann man derzeit 32 Kamele hautnah erleben. Im Streichelzoo auf dem großzügigen Gelände der Farm, die sich über die Eintrittsgelder finanziert, begegnet man allerdings nicht nur Kamelen. Es tummeln sich hier auch andere exotische Tierarten wie Papageien und Affen zwischen etwas heimischeren Geschöpfen wie Esel und Hasen. Kamelexpertin und Farminhaberin Christine Sieber beschäftigt sich seit vielen Jahren nicht nur in der Theorie mit dem Säugetier. Sie kann ausgiebig Informationen und Lehrreiches rund um Dromedar und Trampeltier bieten. Und aus dem orientalisch eingerichteten Bazar kann man sich mit Geschenkartikeln wie Kunsthandwerk und Schmuck aus aller Welt auch etwas Exotisches mit nach Hause nehmen.
Ritterturnier, Orientfest oder Seminar gefällig?
Einsteigerseminare über Kamelhaltung, Veranstaltungen wie Betriebsfeiern oder Jubiläen, Auftritte in Shows, auf Messen und Ausstellungen – all dies wird von Christine Sieber professionell organisiert. Sie verfügt über mehrjährige Praxiserfahrung mit den „Wüstenschiffen“ und die Nachfrage nach den orientalischen Lastentieren für Veranstaltungen unterschiedlicher Art steigt seit Jahren kontinuierlich.
Und schließlich hat die heute 36-Jährige auch noch eine kleine Sensation in petto: Vor zwölf Jahren gewann sie als erste Frau überhaupt ein Kamelrennen in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Stundenausritte und Halbtagestouren
Selbstverständlich sind die Kamele nicht nur zum Anschauen da. Vor der Kulisse der Allgäuer Voralpen kann man sich auf den Wüstenschiffen in Stundenausritten durch Wald und Wiesen „schaukeln“ lassen. Man benötigt dafür keinerlei Reiterfahrung, sondern nur bequeme Kleidung und gute Laune. Eine Buchung ist nach vorheriger Terminabsprache täglich möglich.
Halbtagestouren können für Gruppen ab zwölf Personen gebucht werden. Teils auf dem Rücken der gutmütigen Steppenbewohner und teils an ihrer Seite wird die schöne Gegend des Ostallgäus erkundet, z. B. die Umgebung der Ostallgäuer Burgen. Nach der zwei- bis dreistündigen Wanderung kann man die Trekkingtour im Orientzelt mit Bauchtanz und Wasserpfeife oder eher zünftig bei einem Picknick mit bayerischer Brotzeit – je nach Geschmack – ausklingen lassen.
Gutmütige Herdentiere
Das Kameltrekking bietet nicht nur im Sommer eine alternative Freizeitbeschäftigung in freier Natur. An die tiefen Temperaturen im Winter sind Kamele aufgrund des nächtlichen Temperatursturzes in der Wüste, wo ihre Ursprünge liegen, gewöhnt. Auch eine winterliche Kamelwanderung durch das verschneite Allgäu ist daher möglich. Darüber hinaus ist man nach einer Begegnung mit diesem Lebewesen um die Erfahrung reicher, dass es sich dabei eigentlich um sehr verschmuste und sensible Herdentiere handelt.
Weitere Infos findet Ihr auf der Homepage der Kamelfarm www.kamelfarm-allgaeu.de.
Kamelfarm Allgäu – rent a camel
Hack 11
87637 Seeg
Telefon: 08369 910640
email: info@kamelfarm-allgaeu.de
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