N 48°30.238’ E 008°22.345’ Geocaching in Baiersbronn
Welches Wort wird hier gesucht? „Bin der Nachbar von Sonne und Sterne, regle das Wasser und tu dies sehr gerne. Bist Du verliebt, denkst Du müsstest verschmachten, Wirst Du die ganze Nacht mich betrachten.“ Wer die Antwort kennt, hat den Cache schon fast gefunden… Wir möchten Euch gerne einen „literarischen“ Geocache vorstellen, der Euch in eine längst vergessene Märchenwelt versetzen wird. Viel Spaß!
Laut Wilhelm Hauff, einem berühmten deutschen Märchen-Dichter der Romantik, ist der Schwarzwald die Heimat einiger Waldgeister. Auf den ersten Blick scheinen Waldgeister und GPS-Geräte ja nur wenig miteinander zu tun zu haben. Aber auch nur auf den ersten Blick! Wir haben Euch bereits über dieses Outdoor-Erlebnis der besonderen Art berichtet, jetzt geht’s in die Praxis.
Vier Caches mit unterschiedlichen Themen und Dauer stehen auf dem Wander-Programm von Baiersbronn (zur Regions-Beschreibung). Eine eher harte Nuss ist der Sagen- und Märchencache, für den sogar geübte Schatzsucher rund vier Stunden brauchen.
Gut zu Fuß sein und Freude am Wandern sind die Grundvoraussetzungen. Dann geht es ans Eingemachte: Hinweise wollen in der Natur gefunden und knifflige Denkspiele entschlüsselt werden. Eine kleine Hilfestellung haben wir im Märchen „Das kalte Herz“ von Wilhelm Hauff. Wenn wir uns die Lebensgeschichte des armen Köhlers Peter Munk genauer anschauen, bekommen wir womöglich einen Tipp, der uns zu dem Cache führt. Eine genaue Lektüre sollte der Schatzsuche daher vorangehen. Nicht, dass wir am Ende etwas Wichtiges übersehen und in den Armen des Holländer-Michels landen, der als böser Zauberer sein Unwesen treibt.
Geocaching: Schnitzeljagd mit GPS-Signal
Die Grundregeln beim Geocaching sind nicht kompliziert, der Ablauf ist bei jeder „Jagd“ ähnlich und kurz erklärt: Jeder kann einen Cache verstecken, er muss diesen nur mit kleinen Tauschgegenständen und einem Logbuch ausstatten, in das sich später jeder glückliche Finder eintragen kann. Die GPS-Koordinaten des Verstecks werden anschließend auf einem der zahlreichen Internetportale bekannt gegeben. Wer einen Cache findet, tauscht einen Gegenstand aus dem Behälter aus, trägt sich in das Logbuch ein und versteckt den Behälter an derselben Stelle für den nächsten Schatzsucher.
Geocaching bereichert das Wander- und Natur-Erlebnis ungemein, bewegen wir uns doch abseits von markierten Wegen und dennoch nicht ganz ohne Orientierungshilfe. Auch für Eltern ist es ein gutes Argument, die Kinder zum Wandern zu motivieren. Mittlerweile existieren unterschiedliche Geocache-Arten, von Earth-, Event-, Nacht- oder Moving-Caches über Rätsel-, Wander- und Sightseeing-Caches bis hin zu solchen, die nur mit spezieller Ausrüstung erreichbar sind (Klappspaten, Steigeisen, Seile oder Taucheranzug…). Weltweit kann man bereits 650.000 aktive Caches aufspüren, davon ca. 60.000 alleine in Deutschland.
Die genaue Anleitung könnt Ihr Euch schon mal anschauen.
Los geht es am Wander-Informationszentrum, wo es auch alle weiteren Infos und eine Einführung für das GPS-Gerät gibt, den man dort ausleihen kann.
Wander-Informationszentrum Baiersbronn
Freudenstädter Str. 40
72270 Baiersbronn
Tel: 0 74 42 / 18 00 80
Fax: 0 74 42 / 18 00 88
Email: wandern@baiersbronn.de
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