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Great Ocean Road – Australiens schönste Straße

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Die 12 Apostel an der Great Ocean Route. Quelle: Alpapad, Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen.

Die 12 Apostel an der Great Ocean Road. Quelle: Alpapad, Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen.

Rund 250 km entlang der malerischen Südküste Australiens mit atemberaubenden Landschaften und sehenswerten Orten fahren – das ist der Traum vieler Reisender. Nicht umsonst gilt die Great Ocean Road als eine der schönsten Küstenstraßen der Welt. Die 12 Apostel, der Great Otway Nationalpark, steile Felsküsten und traumhafte Strände sind nur ein kleiner Auszug der Highlights dieser Reise.

Von Torquay nach Allansford bei Warrnambool führt diese Straße im Südwesten des Bundesstaats Victoria entlang der australischen Südküste. Rein theoretisch sind die 250 km mit dem Auto in ungefähr dreieinhalb Stunden zu bewältigen. Wir sollten uns jedoch viel mehr Zeit lassen, um die Natur- und Kulturschätze entlang der Route ausgiebig genießen zu können.

Die Geschichte

Neben all ihrer Schönheit sollte auch ein Blick auf die Entstehungsgeschichte der Great Ocean Road geworfen werden. Am 19. September 1919 begannen offiziell 3000 Soldaten und Matrosen mit der Arbeit am wohl größten Kriegsdenkmal der Welt. Als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, vor allem aber in Gedenken an ihre gefallenen Kameraden des Ersten Weltkriegs nahmen die Überlebenden Pickel und Schaufel in die Hand und schufen diese Straße. Endgültig fertig gestellt wurde sie im Jahre 1932. Noch heute wird der Startpunkt in Torquay durch ein Kriegerdenkmal markiert.

Der Verlauf

Die Great Ocean Road südlich von Lorne. Quelle: Stephen Bain, GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Die Great Ocean Road südlich von Lorne. Quelle: Stephen Bain, GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Der erste Abschnitt der Great Ocean Road führt direkt an der Küste entlang von den Surferparadiesen Torquay und Bells Beach über den beliebten Ferienort Lorne nach Apollo Bay, wo uns ein herrlicher, 2 km langer Sandstrand erwartet. Direkt hinter Lorne beginnt der märchenhaft anmutende Great Otway Nationalpark. Im klassischen Regenwald rauscht das glasklare Wasser die beeindruckensten Wasserfälle Australiens  hinab. Am Rand stößt der Park an bizarre Felsküsten und Klippen, die steil aus dem Meer aufragen. Neben plätschernden Bächen blühen bunte Orchideen und auch Koalas, Ameisenigel und Kängurus kreuzen hier mit hoher Wahrscheinlichkeit unseren Weg.

Die Hopetoun Wasserfälle im Great Otway National Park. Quelle: Diliff, Creative Commons Attribution ShareAlike 3.0.

Die Hopetoun Wasserfälle im Great Otway National Park. Quelle: Diliff, Creative Commons Attribution ShareAlike 3.0.

Ab Apollo Bay verläuft die Great Ocean Road ein Stück weiter im Landesinneren durch den Great Otway Nationalpark, vorbei an den größten Bäumen des Landes, bis sie bei Princetown wieder die Küste erreicht. Nun befinden wir uns im Port Campbell Nationalpark, der von Buschland, Moor, Wald sowie unzähligen Vogelarten geprägt wird und sogar Pinguine lassen sich in der Dämmerung blicken. Außerdem befinden sich im Park mehrere der beeindruckendsten aber auch verhängnisvollsten Küstenlandschaften der Welt. Die so genannte „Shipwreck Coast“ trägt diesen Namen nicht ohne Grund, denn hier sind schon mehr als 80 Schiffe gesunken und über 200 auf Grund gelaufen. Geologisch gesehen ist diese Gegend von Kalkstein geprägt. Aus den schroffen Klippen hat die stürmischen See im Laufe der Zeit Schluchten und Höhlen geformt. Auch das Wahrzeichen der Great Ocean Road geht auf diese Art der Erosion zurück: die 12 Apostel. Bis zu 65 m hoch ragen die markanten Sandsteinfelsen aus dem Meer heraus und bieten ganz besonders bei Sonnenuntergang einen unvergesslichen Anblick. Weitere bekannte und bezaubernde Felsformationen an dieser Steilküste sind der im Juli 2009 eingestürzte Island Archway und der London Arch, durch Wind und Wasser geschaffene Felsbrücken.

Der Island Archway vor dem Einsturz. Quelle: Diliff, Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported.

Der Island Archway vor dem Einsturz. Quelle: Diliff, Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported.

Ganz in der Nähe dieser Attraktionen endet bei Port Campbell, einer sehenswerten Kleinstadt, der spektakulärste Abschnitt der Küstenstraße. Aus einem Fischerdorf entstanden, bietet der Ort heute alles, was das Herz begehrt, ohne jedoch seinen ursprünglichen Charme verloren zu haben. Außerdem finden wir in dieser Gegend mit dem Bay of Island und dem Bay of Martyrs einige der schönsten Sandstrände Australiens. Anschließend führt die Great Ocean Road wieder weiter in das Landesinnere nach Allansford, wo die Route in den Princes Highway mündet und uns so nach Warrnambool bringt. Die malerische Hafenstadt hat ihre Ursprünge in der Seefahrt und dem Walfang. Heute ist die Beobachtung der hier kalbenden Glattwale eine beliebte Touristenattraktion. Die Great Ocean Road ist somit sicherlich das perfekte Reiseziel, um dem kalten Winter zu entfliehen und die Sonne Australiens zu genießen.

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Kommentare

  1. Themenwoche: Die schönsten Küstenstraßen | outdooractive Blog
    07.07.2009 08:09

    [...] Woche stellen wir Euch in unserem Magazin fünf dieser Küstenstraßen vor. Mit dabei sind die Great Ocean Road in Australien, die Atlantikstraße in Norwegen, der Ring of Kerry in Irland, die Amalfitana in [...]

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