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„Grenzerfahrungen“: Die Afrika-Radler auf dem Weg nach Malawi (Teil 3)

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So macht Einkaufen Spaß: Imanuel wird herzlich begrüßt. Quelle: Imanuel Schulz

So macht Einkaufen Spaß: Imanuel wird herzlich begrüßt. Quelle: Imanuel Schulz

Imanuel Schulz (29 Jahre) und Geert Schroeder (31 Jahre) radeln quer durch Afrika. Doch warum nehmen sie solche Strapazen auf sich? Weil diese zwei Extremradler auf den insgesamt 9000 km in fünf Monaten Geld für das Aids-Waisenhaus „Malaika“ in Nakuru sammeln wollen. Nachdem sie schon Deutschland durchquert und in Afrika schon die Etappe von  Kapstadt nach Windhuk gemeistert haben, strampeln sie nun weiter über Malawi nach Nakuru in Kenia.

Anfang April dieses Jahres starteten die zwei Extremradler in Kapstadt und schafften es in knapp vier Wochen bis nach Windhuk. In einem kleinen Interview berichteten sie im April über ihre Erlebnisse auf www.outdooractive.com. Nach einem herzlichen Empfang durch den dortigen deutschen Botschafter Egon Kuchanke sind sie mittlerweile in Malawi, Namibia angekommen.

Die Gastfreundschaft der Afrikaner sorgte auf ihrem Weg oft für eine warme Mahlzeit, eine Dusche und ein Dach über dem Kopf. In Botswana erlebten Geert und Imanuel auf der „Corabi-Farm“ ein echtes „Labour-Day-Barbecue“ und freundliche Verkehrspolizisten halfen gerne einmal mit ihrem Bus oder einem Zelt aus.

Mitten im Elephant County finden Geert und Imanuel einen Unterschlupf im Polizeibus. Quelle: Imanuel Schulz

Mitten im Elephant County finden Geert und Imanuel einen Unterschlupf im Polizeibus. Quelle: Imanuel Schulz

Gigantische Begegnungen
Die Neugierde der Afrikaner kannte oft keine Grenzen, wenn die zwei „Muzungus“ (das Wort für „Weiße“) ein Dorf passierten. Sie wurden sofort von lachenden Kindern begrüßt und ausgefragt – wie es ihnen geht, wo sie hinwollen, was sie machen und, natürlich, ob sie Geschenke dabei haben. „Ich bezweifle aber, dass sie tatsächlich etwas erwarten. Schließlich helfen sie uns auch gerne und freiwillig, Wasser aus den Trinkbrunnen zu pumpen“, meint Imanuel. Gänzlich unbeeindruckt von den Radlern zeigten sich, glücklicherweise, die Elefanten auf der Etappe nach Kasane, Botswana. Im „Elephant Country“ waren Geert und Imanuel auf einmal von Dickhäutern umringt. Diese wollten aber nur genüsslich ihr Gras vertilgen, gemütlich ihres Wegs trotten und nichts von den Radlern wissen.

Die Dickhäuter zeigten im Gegensatz zu Geert und Imanuel sehr wenig Interesse an den Zweirädern. Quelle: Imanuel Schulz

Die Dickhäuter zeigten im Gegensatz zu Geert und Imanuel sehr wenig Interesse an den Zweirädern. Quelle: Imanuel Schulz

Die Tour erregt Aufmerksamkeit
Nachdem die Jungs viel Kontakt zu den Einheimischen hatten, zeigte die lokale Presse mehr und mehr Interesse an ihrer Mission. In Lusaka, Sambia waren Vertreter zweier großer Tageszeitungen beim Empfang in der deutschen Botschaft anwesend. Frau Dr. Hinrichsen, die deutsche Botschafterin, war beeindruckt von dem Engagement der zwei Radler und verhalf ihnen zu zwei bebilderten Berichten über Malaika.
Dort bekamen Imanuel und Geert auch Kontakt zu Jutta Lorey-Wagner, einer Mitarbeiterin des Deutschen Entwicklungsdienstes. Sie koordiniert alle deutschsprachigen Nicht-Regierungsorganisationen zum Thema Aids/HIV und ist eine Expertin auf diesem Gebiet. Nach einem regen Erfahrungsaustausch starteten die beiden nach Lilongwe, Malawi. Der dortige Botschaftstermin fiel ebenfalls sehr herzlich aus und ein Radiosender sowie zwei Tageszeitungen wollten weitere Berichte über die Deutschen veröffentlichen.

Das Projekt Grenzerfahrungen stösst, wie hier in Lilongwe, mittlerweile auch auf reges Medieninteresse: Quelle: Imanuel Schulz

Das Projekt Grenzerfahrungen stösst, wie hier in Lilongwe, mittlerweile auch auf reges Medieninteresse: Quelle: Imanuel Schulz

Kleiner Wermutstropfen
Nach einer Woche in Lilongwe brachen Geert und Imanuel auf zum Malawi-See. Doch unterwegs hatte Geert Schmerzen im Knie und ließ sich von einem Truckfahrer mit nach Dedza nehmen. Nachdem das Fahrrad und die Gepäckstücke ausgeladen waren, brauste der Fahrer einfach davon. Mit ihm auf dem Beifahrersitz: Geerts Rucksack inklusive Reisepass. Nachdem die Polizei eingeschaltet wurde, kehrte er wieder nach Lilongwe zurück. Dort bekam er gleich einen neuen Pass und die Mission kann nun weitergehen.

Was die zwei Radler auf ihrem weiteren Weg nach Nakuru erleben, erfahrt Ihr hier auf www.outdooractive.com oder in ihrem eigenen Blog www.grenz-erfahrungen.net. Hier erfahrt Ihr direkt von Geert, der für die Texte zuständig ist, was so los war und könnt Euch dank Imanuels Bilder einen eigenen Eindruck verschaffen. Wir wünschen den zwei Afrika-Radlern viel Glück auf dem weiteren Weg!

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Kommentare

  1. Soweit die Füße tragen…Thorsten Hoyer hilft „laufend“ - Outdoor Magazin » outdooractive
    15.07.2009 08:36

    [...] Aktionen für Menschrechte betreut, unterwegs oder für das Malaika-Projekt, für das sich auch die Afrika-Radler auf den Weg von Berlin nach Nakuru/Kenia gemacht [...]

  2. Soweit die Füße tragen…Thorsten Hoyer hilft „laufend“ - Outdoor Magazin » outdooractive.com
    06.05.2010 10:33

    [...] Aktionen für Menschrechte betreut, unterwegs oder für das Malaika-Projekt, für das sich auch die Afrika-Radler auf den Weg von Berlin nach Nakuru/Kenia gemacht [...]

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