36 Stunden mit Peter Melchin unterwegs: Ein Regionen-Überblick

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AllgäuWährend des 36-Stunden-Laufs von Pfronten nach München geht es für die Teilnehmer durch die schönsten Regionen, die Deutschlands Süden zu bieten hat. Viele bekannte Namen werden uns auf unserem Weg begegnen: Füssen, Schloss Hohenschwangau, Neuschwanstein, Staffelsee, Murnau, Starnberger See und schließlich: das Münchener Olympiastadion, Endpunkt der 160 km langen Route. Wir wollen Euch nun im Rahmen unserer Themenwoche einige der Regionen vorstellen.

Los geht es in Pfronten, im Ostallgäu. Zwischen dem Ammergebirge und den Tannheimer Bergen im Süden und der hügeligen Voralpenlandschaft im Norden liegt diese Urlaubsregion, die vor allem aufgrund ihrer Natur- und Seenlandschaft geschätzt wird. Dann laufen wir am Südufer des Weißensees entlang – bei den wunderschönen Ausblicken läuft es sich fast von ganz alleine. Die Form des Sees entstand während der Eiszeiten und besonders durch das Wirken des Lechgletschers.

Die Märchenschlösser dürfen nicht fehlen

Füssen ist unser nächstes Etappenziel, der Ort liegt an der „Romantischen Straße“.  Von hier ist es nicht weit bis zu den Schlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau, das von Kronprinz Maximilian, dem späteren König Max II., von einer Ruine zur Ferienresidenz ausgebaut wurde. Das Schloss war die Kinderstube Ludwigs II.

Vorbei am Bannwaldsee, der in einem Naturschutzpark gelegen ist, betreten wir oberbayerisches Terrain und erreichen Steingaden mit der berühmten Wieskirche, einer Wallfahrtskirche, und dem Welfenmünster. Von dem ursprünglichen Kloster ist heute noch der Westflügel des Kreuzgangs mit der Brunnenkapelle erhalten. Saulgrub gehört dann bereits zum Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Wir durchqueren schließlich noch Bad Kohlgrub, das höchstgelegene Moorbad Deutschlands. Weiter geht es am Südrand des Staffelsees entlang. Sieben kleine Inseln liegen wie Farbkleckse auf dem glitzernden Blau. Wörth ist darunter die Größte und mit fünf Einwohnern als einzige auch bewohnt.

Starnberger Fünf-Seen-Land

WeißenseeBald liegt Murnau auf unserer Route, das historisch zum Werdenfelser Land gehört. Dann wandern wir am Großen Ostersee entlang und erreichen mit Seeshaupt den Starnberger See und das Starnberger Fünf-Seen-Land.  Dieses umfasst den Starnberger See, den Ammersee, den Wörthsee, den Pilsensee und den Wesslinger See. Viele Ortschaften mit den typischen Biergärten und Hausfassaden mit Lüftlmalerei warten auf einen Besuch. Von hier hat man die bayerischen Alpen bestens im Blick und auch Naturschutz wird in dieser Ferienregion groß geschrieben: Zwei Drittel davon stehen unter Landschaftsschutz. Hier können wir auch im Buchheim-Museum über ausgewählte Werke des deutschen Expressionismus und seine Wurzeln staunen. Eine Spezialität der Region sind die schmackhaften Forellen, die hier am liebsten gebraten mit einem Stück Butter gegessen werden.

Am Westufer des Starnberger Sees laufen wir nun weiter und sehen bald die Roseninsel, die zwischen Possenhofen und Feldafing 170 m vom Ufer entfernt gelegen ist.

“Vom dunkelblauen See umflutet, ein Eiland ist es, still und klein, wo tiefer jede Rose glutet in goldighellem Sonnenschein. Dort ruht der König unter Rosen von schweren Sorgen einsam aus, wenn sanfte Lüftchen ihn umkosen sein vielgeliebtes Ruhehaus. Und Volkes Liebe segnet gerne mit treuer Hand und wahrem Wort des Königs Ruhe, seine Sterne und seiner Roseninsel Hort.”

Das schrieb Karl Zettel um 1890 und auch uns wird angesichts der idyllischen Insel ganz lyrisch zumute. Wir können dem Gärtner hinüberwinken – er ist der einzige Bewohner der Insel. In Starnberg setzen wir zum Endspurt an: Bis München sind es noch 25 km! Am Stadtrand durchwandern wir zuerst den Waldfriedhof, dann den Westpark und überqueren schließlich auf der Donnersbergerbrücke die Gleisanlagen, die zum Hauptbahnhof führen. Nach einer langen und anstrengenden Tour erreichen wir es schließlich: Das Münchener Olymipastadion, in dem 1972 die Olympischen Sommerspiele abgehalten wurden. Heute finden in dem Bau vor allem Kultur- und Leichtathletikveranstaltungen statt.

Eins ist klar: Der Weg ist lang. Aber so viele historische, kulturelle und “natürliche” Highlights nacheinander gibt es wohl auf sonst keiner Route zu sehen… Viel Spaß!

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