„Jeder so, wie er kann!“ – Ein Interview zum „Lauf der Guten Hoffnung“
Peter Melchin wird am Samstag, den 30. Mai 2009, zu seinem ersten „Lauf der Guten Hoffnung“ aufbrechen. In 36 Stunden will er mit hunderten, vielleicht sogar tausenden von engagierten Mitstreitern von Pfronten nach München laufen. Dies geschieht zu einem guten Zweck. Peter Melchin möchte bei seinen Mitmenschen Interesse für die Krankheit Noma wecken, der jedes Jahr vor allem in Afrika bis zu 90000 Kinder zum Opfer fallen.
Bereits 2008 durchquerte Peter Melchin in sieben Monaten die Alpen von Wien nach Monaco. Bei dieser Ost-West-Wanderung überwand er mehrmals extreme Distanzen von 80 und 100 Kilometern am Stück, bis er sich irgendwann die 36 Stunden vornahm und erfolgreich hinter sich brachte. Nun will er seinen ersten Lauf wiederholen, aber diesmal mit Freunden, Unterstützern und begeisterten Gästen.
Outdooractive.com sprach mit dem Extrem-Wanderer.
Worum geht es Dir bei Deinem 36-Stunden-Lauf von Pfronten nach München?
Es geht um zwei Dinge: Zum einen möchte ich Aufmerksamkeit für die Krankheit Noma wecken. Es gibt viele Menschen, die gar nicht wissen, um was es sich bei diesem Leiden handelt und wie leicht es zu bekämpfen ist. Zum anderen möchte ich natürlich Spendengelder sammeln. Jeder, der beim 36-Stunden-Lauf mitmachen möchte, zahlt eine Teilnahme-Gebühr von zehn Euro und erhält zusätzlich ein T-Shirt. Davon gehen über neun Euro an Gegen Noma e. V. Das T-Shirt bekommt man übrigens auch noch, wenn man zwischendrin in den Lauf einsteigt. Das werden ohnehin die meisten machen. Die wenigsten laufen die gesamte Strecke von knapp 150 Kilometern.
Was meinst du: Wie viele der Teilnehmer werden die komplette Distanz laufen?
Versuchen werden es vermutlich ca. 50 – 100 der Teilnehmer. Realistisch werden es von denen dann aber höchstens 20 schaffen.
Wann und wo geht´s los?
Wir starten am Samstag, den 30. Mai 2009 um 8.00 Uhr an der Gundhütte in Pfronten. In regelmäßigen Abständen gibt es die Möglichkeit, eine Pause zu machen. Während des gesamten Laufs werden wir von einem Sanitäter-Team begleitet.
Was braucht man, wenn man mitlaufen möchte?
Wichtig sind erst einmal die richtigen Schuhe. Sehr leicht und bequem sollten sie sein und außerdem eine weiche Sohle haben. Gut sind Leichtlaufschuhe. Dann benötigen diejenigen, die auch in der Nacht mit dabei sein wollen, auf jeden Fall eine Stirnlampe. Jeder braucht Wasser und Verpflegung wie Energieriegel, die gegen Unterzuckerung vorbeugen. Man verbrennt bei so einem Lauf zwischen 15000 und 18000 Kalorien. Die muss man sich wieder reinholen. Außerdem sollte man auf gar keinen Fall Regenschutz vergessen.
Das heißt, dass die Veranstaltung auch bei Regen stattfindet?
Auf jeden Fall. Die Wettervorhersagen sind aber gut und mit Regenklamotten ist so was doch kein Problem.
Wie viele Leute werden insgesamt teilnehmen?
Ich rechne mit 1000 Teilnehmern. Das wären dann schon fast 10000 Euro für den Verein. Damit kann man eine Menge anstellen. Jeder, der kommen will, sollte versuchen, Freunde und Familie zum Mitmachen zu bewegen. Es reicht, wenn man eine kurze Etappe bis zum Nachbarort mitläuft. Jeder so, wie er kann.
Peter, vielen Dank für das Gespräch.
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Kommentare
Ihr Kommentar
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26.05.2009 14:27
Super gemacht Thorsten
Herzlichst
Peter
28.05.2009 10:13
[...] Rahmen unserer Themenwoche zum Lauf der guten Hoffnung haben wir euch schon den Initiator Peter Melchin und den Tourverlauf vorgestellt. Doch um was geht es bei dem Lauf eigentlich? Vielen ist die [...]