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Die ganze Welt an einem Ort – der Hofer Fernweh-Park

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Grüße aus der ganzen Welt: im Schilderwald des Fernweh-Parks Hof. Foto: Schubbay (Creative Commons)Die Welt ist klein. Dieser Ausspruch, den man meist verwendet, wenn man in der Ferne plötzlich auf ein bekanntes Gesicht aus der Heimat trifft, bekommt im oberfränkischen Hof an der Saale eine ganz besondere Bedeutung. Hier liegt Jerusalem nur wenige Meter von Hollywood entfernt und Reit im Winkl gleich neben Deppenhausen.

Ob historische Stätte, bekannte Weltmetropole, exotisches Reiseziel oder kleines Dorf, im Fernweh-Park in Hof finden alle Orte ihren Platz – in Form von Schildern.

Vorbild des Hofer Fernweh-Parks ist der Signs Post Forest im kanadischen Watson Lake. Hier hatte in den 1940er Jahren der von Heimweh geplagte Carl K. Lindley, der am Ausbau des Alaska-Highways arbeitete, ein Schild mit dem Namen seines Heimatortes an einen Baum genagelt. Viele folgten seinem Beispiel über die Jahre, so dass sich hier mehr als 50.000 Exponate angesammelt haben – eine einmalige Kulisse, die den Filmemacher und Buchautor Klaus Beer dazu inspirierte, einen ähnlichen Park in Deutschland zu eröffnen.

Seit 1999 können sich die Besucher des Parks, der einmalig in Europa ist, mit Ortseingangsschildern, Wegweisern, Kennzeichen oder anderen Schildern verewigen und damit ein Zeichen setzen: für Toleranz und den Schutz unserer Erde, gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Seitdem wächst der Schilderwald stetig an.

Auch über 200 berühmte Persönlichkeiten, Stars und Sternchen haben bereits ihren Teil zum Fernweh-Park beigetragen, darunter Peter Alexander und Pierre Brice, Denzel Washington und David Copperfield, Hape Kerkeling und Heidi Kabel, Mireille Mathieu und Mark Medlock sowie Boris Becker und die Klitschkos. Sogar die Bundeskanzlerin Angela Merkel und das Religionsoberhaupt der Tibeter, der Dalai Lama, haben den Park mit ihrem Besuch beehrt und so dessen Völker verbindende Idee unterstützt.

Bei einem Bummel durch die von bunten Schildern gesäumten Wege kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen und sich per Kopf auf Weltreise begeben oder in Erinnerungen an einst besuchte Orte schwelgen. Selbst ein ganzes Leben kann man hier in einer Art Zeitreise in wenigen Minuten durchwandern. Mit über 70 Jahren begann Wilhelm Hemme, Schilder von allen Stationen seines Lebens zu sammeln und diese in einer Schilderstraße im Fernweh-Park auszustellen. Doch nicht nur hinter diesen Schildern, sondern hinter jedem einzelnen Schild im Park steckt eine Geschichte. Wer sich den Schilderwald in Hof einmal anschauen möchte, muss vor allem mit einem rechnen – einer gehörigen Portion Fernweh.

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Kommentare

  1. Hemme
    01.08.2009 09:31

    Diese Information finde ich ausgezeichnet, sie sagt eigentlich alles aus, wofür der Schilderwald, in Hof, eigentlich enstand und warum ich mich dort auch einbringen wollte.
    W Hemme

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