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Der gefährlichste Wanderweg der Welt – El Caminito del Rey

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Der Caminito del Rey schlängelt sich entlang einer senkrecht abfallenden Felswand. Foto: José Luis Blázquez

Der Caminito del Rey schlängelt sich entlang einer senkrecht abfallenden Felswand. Foto: José Luis Blázquez

Südspanien, 40 Kilometer nordöstlich von Malaga. Steile Wände, bis zu 200 Meter tiefe Abgründe und dazwischen ein baufälliger Weg: Der Caminito del Rey, der Königspfad, schlängelt sich in Schwindel erregender Höhe entlang der Schlucht El Chorro. Dieser drei Kilometer lange Weg wurde vor mehr als 100 Jahren erbaut und ist heute größtenteils zerfallen. Er gilt als der gefährlichste Pfad der Welt. Nach dem Absturz einiger Waghalsiger wurde der Königspfad im Jahr 2000 gesperrt. Trotzdem verschaffen sich immer wieder Abenteuerlustige den Zugang.

Zur Geschichte des Königspfades

Von 1901 bis 1904 ließ die Sociedad Hidroeléctrica del Chorro einen Verbindungsweg durch die Schlucht von El Chorro erbauen, um die Wasserkraftwerke am Canyon Desfiladero de los Gaitanes mit Baumaterialien zu versorgen. Arbeiter sollten diese möglichst schnell dorthin schaffen. Nachdem angeblich der damalige spanische König Alfons XIII. selbst den Weg fast 20 Jahre später zu den Einweihungsfeierlichkeiten des Staudamms Conde del Guadalhorce nutzte, bekam der Pfad seinen heutigen Namen.

Heutiger Zustand des Weges

Der Caminito del Rey ist an vielen Stellen einfach abgebrochen. Foto: Simon Waterhouse (http://www.flickr.com/photos/simonwaterhouse/3078279502)

Der Caminito del Rey ist an vielen Stellen einfach abgebrochen. Foto: Simon Waterhouse (http://www.flickr.com/photos/simonwaterhouse/3078279502)

Aufgrund mangelnder Instandsetzung ist der über 100 Jahre alte Caminito del Rey mittlerweile verfallen und eigentlich unpassierbar. Ein Geländer ist größtenteils nicht mehr vorhanden und der meist nicht einmal einen Meter breite Weg weist große Löcher auf. Stellenweise lassen nur noch wenige Zentimeter breite, rostige Stahlträger den ehemaligen Verlauf des Weges vermuten. Dabei schlängelt sich dieser in Schwindel erregender Höhe an senkrechten Kalkwänden entlang. Alte Brückenkonstruktionen führen von der einen Seite der Schlucht auf die andere.
Nachdem einige „Wanderer“ bereits an diesem baufälligen Pfad abgestürzt und gestorben sind, wurde er im Jahr 2000 von der andalusischen Regierung gesperrt. Das Betreten ist mittlerweile sogar mit einem Bußgeld belegt. Es gibt allerdings auch Pläne, diesen Weg zu restaurieren.

Anziehungspunkt für Abenteurer

Trotz oder vielleicht gerade wegen der Sperrung sehen kletteraffine Abenteurer im Caminito del Rey immer wieder eine Herausforderung. Einige gehen diesen sogar ohne jegliche Sicherungen. Um aber überhaupt zum Einstieg zu kommen, muss man einen unbeleuchteten Eisenbahntunnel der RENFE passieren. Auf den Gleisen zu gehen ist sehr gefährlich, da man die recht häufig verkehrenden Züge kaum hören kann. Doch auch das hält Unerschrockene scheinbar nicht davon ab, den Königspfad zu begehen. Nicht nur einmal wurde diese „Wanderung“ am Rande des Abgrunds sogar mit einer Helmkamera gefilmt. Eines dieser Videos zeigt den Weg recht eindrucksvoll.

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