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Wandern mit Kindern – Was gibt es zu beachten?

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Kinder haben Spaß an Abwechslung, daher kann man auch mal eine Tour auf einem Barfußpfad machen. Foto: Lorenz Kerscher, GNU-Lizenz für freie DokumentationWunderschönes Bergpanorama, stundenlange einsame Märsche durch unberührte Natur und ein toller Gipfel – ein perfekter Wandertraum für viele Erwachsene. Aber wie schaut das bei den Kindern aus, die wir doch gern mit in die Berge nehmen würden? Die haben meist andere Vorstellungen und können so einfach nicht überzeugt werden. Da lockt schon eher der heimische Spielplatz, der Fernseher oder die Spielkonsole und auch sonst finden Kinder immer wieder gute Ausreden, um nicht wandern zu müssen. Doch selbst für diesen Sport kann man Kinder motivieren.

Durch ein altersgerechtes Wanderpensum, die richtige Ausrüstung und viel Zeit zum Spielen und für Pausen lässt sich auch bei Kindern die Faszination am Wandern wecken. Vor allem Bachläufe, Kletterfelsen oder Waldpfade bieten Kindern Abwechslung und Spaß. Hier steht nicht unbedingt der Gipfel im Mittelpunkt.

Wie lang sollte die Tour sein?

Jede Wanderung muss auf Alter, Ausdauer und Belastbarkeit der Kinder ausgerichtet sein. Außerdem sollten von vornherein genügend Pausen eingeplant und eventuell Abkürzungsmöglichkeiten gesucht werden.
Kleinkinder können, sobald sie selbstständig stabil sitzen, in der Kraxe mitgenommen werden. Die Tour sollte jedoch trotzdem nicht länger als zwei bis drei Stunden dauern. Zwischendurch sind immer wieder Pausen nötig, damit sich das Kind bewegen kann. Im Kindergartenalter sind einfache Touren mit bis zu vier Stunden Gehzeit gut machbar. Mit Grundschulkindern bieten sich dann schon etwa fünfstündige Tagestouren an – immer vorausgesetzt, es werden genügend Pausen eingelegt und die Kinder sind motiviert. Mit älteren Kindern können auch ausgedehnte Tagestouren oder Mehrtagestouren durchgeführt werden. Generell gilt natürlich, dass in erster Linie die Kinder das Tempo bestimmen. Als Faustregel kann für Kinder in etwa die eineinhalbfache Wanderzeit von Erwachsenen eingeplant werden.

Was muss mit auf die Wanderung?

Interessante Ziele wie Wasserfälle erhöhen bei Kindern die Motivation. Foto: Carina HeindlMit Kindern zu wandern bedeutet für die Eltern, einen gut geplanten und relativ vollen Rucksack mitzunehmen. Es sollten pro Person ein bis zwei Liter Getränke mitgenommen werden, da Kinder bei Anstrengung einen relativ hohen Flüssigkeitsbedarf haben. Als Brotzeit eignen sich Käse- oder Wurstbrote sowie Obst, Müsliriegel und ein bisschen Schokolade sollten in den Rucksack. Bei der Kleidung gilt das Zwiebelprinzip, das heißt: viele Schichten übereinander und auf jeden Fall Wäsche zum Wechseln mitnehmen. Auch an Regen- und Sonnenschutz (Sonnencreme, -brille und -hut) muss gedacht werden. Außerdem empfiehlt es sich immer, ein kleines Erste-Hilfe-Set, eine gute Landkarte und eventuell ein Fernglas dabei zu haben. Perfekt passende Wanderschuhe mit Profilsohle sollten selbstverständlich sein.
Falls das Kind selbst einen Rucksack trägt, sollte dieser maximal zehn Prozent des Körpergewichts wiegen und gut sitzen.

Bei aller Euphorie, die Kinder vom Wandern zu überzeugen: Es sollte nichts übertrieben werden. Denn sonst läuft man schnell Gefahr, dass alle Liebesmüh vergebens ist und die Kinder eher vergrault als begeistert werden. Ansonsten steht dem schönen Wandererlebnis mit der ganzen Familie nichts mehr im Wege.

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Kommentare

  1. Themenwoche: Outdoor-Spaß mit Kindern | outdooractive Blog
    21.04.2009 11:27

    [...] im Magazin von outdooractive.com alles um den Outdoor-Nachwuchs. Den Anfang macht heute der Artikel „Wandern mit Kindern“. Darin erfahrt Ihr, wie man die kleinen und größeren Kinder zum Rausgehen und „Mitmachen“ [...]

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