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Teil 3: Zu Fuß über die Alpen – Von Oberstdorf nach Meran

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Aufstieg

4. Tag: Aufstieg zur Braunschweiger Hütte (2760 m)

Am Ende des Pitztals, in Mittenwald, begannen wir mit dem Aufstieg. Der Steig zur Hütte war eng, steil und steinig. Wie eine Kolonne von Ameisen schlängelten wir uns den Fels hinauf. Es war heiß und wir waren nicht die einzigen, die hier hinauf oder hinab wollten. Auf der Sonnenterrasse der Hütte machten sich viele Fremdenlegionäre und Holländer bemerkbar. Nichtsdestotrotz: Leckeres Bier und ein gigantischer Ausblick auf die Gletscherzunge des Mittelbergferners ließen die Zeit bis zum gemütlichen Abendessen wie im Fluge vergehen.

5. Tag: Hinauf zum Rettenbergferner/Sölden

Heute erreichten wir an der Bergstation der Seitenkar-Bahn den höchstgelegenen Punkt unserer Tour: 3051 m. Nach der Gratüberquerung befanden wir uns inmitten eines der populärsten Skigebiete der Alpen – Sölden -, das im Sommer allerdings einen eher traurigen Anblick bietet. Ein paar größere Schneefelder galt es dennoch zu überwinden und wir wurden eingeweiht in die Kunst des „Abfahrens ohne Ski“. So bewältigten wir 500 Höhenmeter in nur wenigen Sekunden.

Rettenbachferner6. Tag: Von Vent auf die Martin-Busch-Hütte und weiter zur Similaun-Hütte

Die Sonne kämpfte gegen die Wolken, es fehlte nicht mehr viel zu ihrem Durchbruch, die Luft war schwer, warm und feucht. Als wir nach einer kurzen Rast aus der Hütte kamen, hatte es sich nach einem Wetterumschwung rapide abgekühlt und man sah – nichts mehr. Wieder einmal Handschuhe, Jacke und Mütze raus und weiter ging’s…

Unsere zweite Gletscherwanderung nach dem Rettenbachferner lag vor uns, diesmal eher auf Eis. So passierten wir die Grenze zwischen Österreich und Italien. Danach folgte der letzte Abstieg zum Vernagt-Stausee im Schnalstal/Südtirol – das Ende unserer Wanderwoche.

Eine Bilanz

Nicht umsonst zählt die Transalp-Etappe des E5, dem wir auf weiten Strecken gefolgt sind, zu den schönsten und beliebtesten Weitwanderwegen im deutschsprachigen Raum. Wir sahen Steinböcke, Murmeltiere, Adler, Kühe und bunt gefleckte Schafe. An der landschaftlichen Fülle konnten wir uns kaum satt sehen, fast im Stundentakt wechselte unsere Umgebung von saftig grün zu steinig grau, von sanft bewaldet zu eisig weiß. Auch wenn man sich an den Beginn und das Ende der Tour erinnert, fallen die Extreme auf: Nass und kalt zunächst in Oberstdorf, verließen wir Meran in einer sommerlich-entspannten Hochstimmung, die von der Stadt auf uns übergegangen war.

Fotos: Autorin

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Kommentare

  1. Teil 4: Zu Fuß über die Alpen – Von Oberstdorf nach Meran | outdooractive Magazin
    16.04.2009 09:16

    [...] zu Teil 1 zu Teil 2 zu Teil 3 [...]

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