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Teil 2: Zu Fuß über die Alpen – Von Oberstdorf nach Meran

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zu Teil 1

Blick zur SilberspitzeWie versprochen („Der Luftdruck steigt!“) war beim Aufstehen um 5.20 Uhr der Himmel über der Memminger Hütte eisig blau und wolkenfrei, Schnee und Sonne lockten uns auf die Terrasse zum Abmarsch. Der folgende Aufstieg hatte es in sich: Wir waren die erste Gruppe an diesem Tag, der Schnee noch nahezu unberührt. Im See an der Hütte spiegelten sich die umliegenden Bergspitzen und der Himmel, der Blick reichte so weit wie noch nie bei dieser Tour. Wir spurten uns den Weg hinauf, es wurde immer enger und steiler… Dann – endlich geschafft, die Seescharte (2664 m) war erreicht! Atemberaubend war die Aussicht von dort über die Silberspitze hinweg bis hin zu den Ötztaler Alpen: Berge, Berge und hinter den Bergen nochmals Berge („Ach, das sind gar keine Wolken?“).

Endlich kamen Sonnenbrille und Sonnencreme zum Einsatz, Jacken und Mützen wurden in den Rucksack verbannt und wir begannen mit dem längsten Abstieg der Woche, der uns durch das Lochbachtal und das Zammer Loch 2000 Höhenmeter hinab bis nach Zams (800 m) im Inntal führen sollte.

Über die Seescharte in die Sonne

Tapfer wurden Knorpelschäden am Knie und auch die gefühlten zwei Meter Oberschenkelumfang in Kauf genommen – und wir wurden belohnt: Der Weg hinab war auch ein Weg durch die Jahreszeiten. Der Winter lag bereits hinter uns, auch das Frühjahr mit nur noch kleinen Schneefeldern, durch die schon die ersten Alpenblumen schimmerten. Es wurde immer heißer und sommerlicher… Nachdem wir das Zammer Loch mit seinen steilen Schluchten und Bergbächen durchwandert hatten, durften wir den schnellsten Aufstieg der ganzen Tour genießen, mit der Venetbahn auf den Krahberg (2208 m). Von dort führte uns ein wunderschöner Höhenweg an Enzian, Alpenrosen und sagenhafter Landschaft entlang vorbei bis zur Larcheralm, wo wir von Anni und Hubert samt den Hunden schon erwartet wurden. Die erste Dusche seit Beginn der Tour war eine Wonne, ebenso wie die Kässpatzen aus riesigen gusseisernen Pfannen und der gute, wohlverdiente Rotwein.

Wie einem kitschigen Film entsprungen war dann auch dieser Abschluss dieses langen, anstrengenden, unvergesslichen, zauberhaften Tages: Alpenglühen…

Fotos: Autorin

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Kommentare

  1. Teil 4: Zu Fuß über die Alpen – Von Oberstdorf nach Meran | outdooractive Magazin
    16.04.2009 09:18

    [...] Teil 1 zu Teil 2 zu Teil [...]

  2. Teil 3: Zu Fuß über die Alpen – Von Oberstdorf nach Meran - Outdoor Magazin » outdooractive
    28.09.2009 12:26

    [...] zu Teil 1 zu Teil 2 [...]

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