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Das war doch nur ein Aprilscherz!

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Zebrarennen - ein neuer Wettkampf. Foto: www.agatti.com

Zebrarennen - ein neuer Wettkampf. Foto: www.agatti.com

Bereits seit Jahrhunderten werden alljährlich zum 1. April leichtgläubige Mitmenschen mit kuriosen Geschichten und Informationen hereingelegt. Im Glauben an den fehlenden Wahrheitsgehalt werden sie dabei „in den April geschickt“. Warum dies ausgerechnet am 1. April Tradition ist, weiß keiner so genau. Nicht nur unter Freunden und Kollegen sind Scherze mit dem Hinweis „April, April!“ üblich, sondern auch bei Zeitungen, Zeitschriften, Radio- und Fernsehsendern sowie auf Webseiten – und das weltweit. In Deutschland hat der Aprilscherz in den Medien seit langem seinen festen Platz.

Im Jahr 1774 hat man in einer deutschen Zeitung versucht, Leichtgläubige in den April zu schicken, indem behauptet wurde, dass man künftig Hühner in der gewünschten Farbe der Eier züchten könne, man müsse lediglich die Umgebung des Huhns dementsprechend einfärben. 2008 wurde in der Nachrichtensendung Tagesschau des Senders ARD berichtet, dass zukünftig die Umstellung von der Winter- auf die Sommerzeit eingestellt würde, da der Deutsche Bauernverband geklagt habe. Dies wurde damit begründet, dass die Kühe durch die Zeitumstellung weniger Milch produzieren würden und so Ausfälle in Millionenhöhe entstünden. Auch die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) habe gegen die Zeitumstellung geklagt, da die “doppelte Stunde” bei der Umstellung auf die Sommerzeit als unbezahlte Pause gelte. Auf www.sueddeutsche.de konnte man am 1.April 2008 im Kulturteil über das Debütalbum des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy lesen, das er seiner Liaison mit Carla Bruni, zu verdanken habe.

Aprilfische am Eifelturm. Foto: Spencer Eakin

Doch nicht nur in Deutschland hat der Aprilscherz Tradition. “Poisson d’avril” (Aprilfisch) heißt der Gutgläubige in Frankreich, hier werden am 1. April Papierfische auf den Rücken der Mitmenschen geklebt. Im Jahr 2006 wurden rund um den Eifelturm in Paris sogar Luftballone in Form von Fischen an die Kinder verteilt. Auch in Italien wird man am 1. April als Hereingelegter zum „pesce d’aprile“, zum Aprilfisch.

In Großbritannien lässt sich die Rundfunkanstalt BBC alljährlich herausragende Geschichten einfallen, um die Leser bzw. Hörer hereinzulegen. Im vergangenen Jahr meldete der britische Sender, fliegende Pinguine entdeckt zu haben und lieferte dazu ein aufwendig produziertes Video mit Computeranimationen. Einige Jahrzehnte davor, im Jahr 1957, wurde in Großbritannien ein dreiminütiger Beitrag über die Spaghetti-Ernte in der Schweiz ausgestrahlt. Am Luganer See wuchsen demnach Spaghetti-Nudeln in perfekter Länge an Bäumen, die nach der Ernte in der Sonne getrocknet wurden und anschließend zum Verzehr geeignet waren.

2008 publizierte das Unternehmen Google im Internet das so genannte Virgle, ein Vorhaben, das es in den nächsten 100 Jahren ermöglichen soll, auf dem Mars zu leben. Um sicher zu sein, ob man als „Virgle Pionier“ geeignet ist, konnte man in diesem Zusammenhang einen Fragebogen ausfüllen. Der April Fool, wie der Aprilscherz in englischsprachigen Gegenden genannt wird, war somit nicht nur in den USA gelungen, sondern weltweit.

Dies sind nur einige wenige Beispiele, was man sich am 1. April bereits alles einfallen ließ, um die Mitmenschen in den April zu schicken. Auch dieses Jahr war allerhand dabei. Hier einige Links zu den Aprilscherzen, die uns am besten gefallen haben:

Mit dem Zipfelbob vom Mount Everest

CADI – eine neue Erfindung von Google

Ein Hotelicopter als fliegendes Luxus-Hotel

Abreiseprämie als Nachfolger der Abwrackprämie

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