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Mallorca: Klima und Naturlandschaft

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port-des-canonge_mag1Das mediterrane Klima sowie die traumhafte Naturlandschaft locken alljährlich zahlreiche Urlauber auf die Insel. Mallorca tritt mit einem vielfältigen Landschaftsbild in Erscheinung: rund 550 km Küste, schroffe Gebirge und eine große Ebene im Landesinneren. Mallorca genießt ein gemäßigtes und subtropisches Klima mit kurzen, feuchten Wintern. In den Sommermonaten hingegen regnet es kaum und die Temperaturen im Inselinneren können dann bis über 40°C steigen. Ende Dezember bis in den Januar hinein sind windstille, milde Wetterlagen häufig. Diese führen schon im Januar zur Mandelblüte, die die sommers trockene und karge Insel in eine zartrosa leuchtende Landschaft verwandelt.

Entstehung durch Plattentektonik

Nur wenige Kilometer trennen zerklüftete Gebirgsregionen und steile felsige Küsten von flachen Ebenen und fruchtbaren Tälern im Zentrum Mallorcas. Die Balearen sind Teil eines Faltengebirgssystems, das sich von Spanien bis ins Mittelmeer erstreckt. Mallorca erhielt ihre heutige Form und Gestalt, als durch die große Kontinentalverschiebung im späten Erdmittelalter neue Gebirge aufgefaltet wurden. Tektonische Urkräfte aus dem Erdinneren drückten später die Insel um mindestens 50 Prozent auf ihre heutige Flächenausdehnung von insgesamt 3620 Quadratkilometern zusammen.

zerkluftete-felsen-mit-blick-auf-es-rafal-de-ariant_magZwei Gebirgszüge: Serra de Llevant und Serra Tramuntana

Zwei Gebirgs- bzw. Hügelzüge prägen die Oberfläche der Insel, die weniger schroffe und flachere Serra de Llevant im Osten und die weit berühmtere, dünn besiedelte Serra de Tramuntana im gesamten West- und Nordwestteil. Hier befindet sich mit dem Puig Major (1445 m) auch die höchste Erhebung Mallorcas. Fast ohne Übergänge erstreckt sich dazwischen das weite Flachland. Für Mitteleuropa untypisch ist die terra rossa, die die weiten Ebenen in eine intensive rote Farbe taucht. Die Serra de Tramuntana ist erdgeschichtlich und geologisch gesehen die interessanteste der sechs Landschaftszonen. Dieses Hauptgebirge besteht aus Kalkstein aus dem Jura-Zeitalter. Gesteinsablagerungen schoben sich im Laufe der Jahrtausende übereinander, was zu bizarren Felsformationen führte. Außerdem löste der recht hohe Kohlendioxid-Gehalt im Regen- und Bodenwasser eine chemische Reaktion mit dem Kalkgestein aus. Der daraus entstandene Karst ist als spezielle Landform ein Resultat dieser Lösungsverwitterung. Ein Phänomen dieses Prozesses sind die Karren, kegelförmige, mehrere Meter hohe Gesteinsrinnen, die sich besonders eindrucksvoll auf der Strecke zwischen Inca und Sa Calobra aneinanderreihen.

schluchteingang-des-torrent-de-pareis_magSeen und Torrents

Flüsse und natürliche Seen gibt es auf der Insel nicht. Der vor allem im Herbst oft heftige Niederschlag wird über Sturzbäche ins Meer abgeleitet. Diese so genannten Torrents werden in der trockenen Jahreszeit zu Brackwasserseen, die Lebensraum für viele Insektenarten sind. Ehemalige Sumpfgebiete sind fast alle ausgetrocket, eine Ausnahme stellt zum Beispiel der Naturpark S’Albufera dar.

Mehr Informationen findet Ihr im ADAC Wanderbuch Mallorca.

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Kommentare

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