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Kräuterkurs und Igluübernachtung – Die Survival-Branche boomt

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feuermachen_magViele Westeuropäer und Nordamerikaner suchen immer wieder den Aufenthalt in der Natur als Ausgleich für ein naturfernes Alltagsdasein. Im Zeitalter neuester Technik, Internet und innovativer Industrie fehlt vielen der Kontakt zur Natur – und das Überleben ist in den Industrieländern ohnehin schon lange kein Thema mehr. Ein Leben ohne Strom und Kommunikationsmittel in und mit der Natur ist heute kaum vorstellbar.
Was ist also
Survival-Tourismus?

Survival Kurse – das neue Paket im Tourismusmarketing

Mit dem Schlagwort “Survival” wirbt derzeit vor allem die Tourismusindustrie. Ein neuer Zeitgeist manifestiert sich in unzähligen Kursangeboten, Reisen, Handbüchern und Ausrüstungsgegenständen, die das “Überleben in der Natur” zum Thema haben. Leute wie Dennis Besseler oder „Sir Vival“ Rüdiger Nehberg haben zahlreiche Bücher über ihre Abenteuer geschrieben und halten regelmäßig Vorträge zum Thema Abenteuer und dem Überleben in der freien Natur. Es werden mittlerweile Trainings mit ausgebildeten Survival Guides angeboten, von denen man über unterschiedliche Zeiträume hinweg lernt, wie man sich in der freien Natur ohne technische Mittel zu helfen weiß. Tages-, Wochenend- und Mehrtageskurse können hierzu gebucht werden. Dabei geht es aber weniger um das tatsächliche Überleben in der Wildnis, als vielmehr darum, die Natur zu erleben und eins mit ihr zu werden, anstatt mit High-Tech zu trotzen.

Wildnis- und Survival-Schulen

iglu_magDie Nachfrage nach einem Training mit einem Survival Guide – sowohl bei Privatpersonen als auch bei Unternehmen – steigt stetig. Firmen wie die Überlebensschule Tirol oder die Allgäu Scout Natur- und Wildnisschule bieten Kurse an, in denen das Wissen und die Erkenntnisse unserer Ahnen an Interessierte weitergegeben werden. Dabei spielt weniger der Umgang mit Waffen zur Selbstverteidigung oder bei der Jagd eine Rolle, als eine Mischung aus Philosophie, Kunst und Wissenschaft, die von Lehrern aus verschiedensten Kulturen übermittelt wird. Hier lernt man, wie die Vorfahren Hütten gebaut und Feuer gemacht haben – ohne Schlagbohrmaschine und Feuerzeug. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, in Kursen wie „Kräuterwanderung, Wurzelgraben und Tinkturen ansetzen“ Nützliches über verschiedene Kräuter und deren Wirkung zu erfahren. Andere Workshops locken mit den Titeln „Seifensieden, Badeperlen und Shampoos mit Kräutern“, „Räuchern mit einheimischen und exotischen Kräutern, Blüten und Harzen“ oder auch „Schamanischer Trommelbau“. Die Idee der Nachhaltigkeit steht bei allen Kursen im Vordergrund. Ziel ist es, die Natur wieder verstehen und achten zu lernen. So ein Survival Training dient also weniger dazu, das wirkliche Überleben in der freien Natur zu lernen, sondern es ist eine spannende Unterhaltung in und mit der Natur.

Kurse für Familien und Unternehmen

krauterkunde_magDas Angebot der Kurse ist weit gefächert. Zum einen sprechen die Inhalte Familien und Kinder an, die sich von der „Kunst des Bogenbauens“, dem Fischefangen oder der Herstellung von Trinkgefäßen begeistern lassen. Das Ötzidorf in Tirol ist speziell auf diese Interessen abgestimmt.
Aber auch Unternehmen interessieren sich immer öfter für das Angebot dieser speziellen Kurse. Mitarbeiter werden auf Survival Kurse geschickt, um zum einen die Gruppendynamik zu stärken und zum anderen die eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen – ob beim Überwinden großer Hindernisse, wie beim Überqueren von Bächen oder beispielsweise bei der Wassergewinnung. Ziel solcher Trainings ist es, die einzelnen Teilnehmer im Team zu stärken, um auch im Arbeitsalltag eine produktive Gemeinschaft zu schaffen. Das Erleben von „Extremsituationen“ in der freien Natur kann auch dazu dienen, auf „andere“ Gedanken zu kommen und wieder zu sich selbst zu finden. Oft dient dies als Präventivmaßnahme gegen das bekannte Burn-Out-Syndrom.

Prinzip der Nachhaltigkeit

Eines sollten alle diese Kurse gemeinsam haben, nämlich das Bestreben, die Teilnehmer für das Prinzip der Nachhaltigkeit zu sensibilisieren. Sie sollen neue Erkenntnisse sammeln und diese später im persönlichen und beruflichen Alltag nützen können – ob es nun um Kommunikation, Arbeitsteilung oder die Verantwortung anderen Mitmenschen und der Natur gegenüber geht. Spaß und Funcharakter sollten dabei nicht fehlen.

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