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Der höchste der „Seven Summits“ – Mount Everest

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Die Nordwand des Mount Everest betritt man von Tibet aus. Foto: Carsten NebelMit einer Höhe von 8848 Metern über dem Meer ist der Mount Everest der höchste der „Seven Summits“. Allerdings ist wie bei so vielen anderen Rekorden auch dieser nicht unumstritten. So ist zum Beispiel der Mauna Kea auf Hawaii mit 10200 Metern insgesamt sehr viel höher – von ihm ragen aber gerade einmal 4205 Meter aus dem Meer heraus.

Aber der Streit um Mount Everest hört bei seiner Höhe nicht auf, auch sein Name ist Stein des Anstoßes. So erschien 2002 in der chinesischen “People´s Daily” ein wütender Artikel, in dem der Autor forderte, der höchste Berg der Welt solle auch im Westen den Namen Chomolungma tragen – wie ihn die Tibeter und auch die Chinesen nennen. Schon vor 280 Jahren, so wurde in dem Artikel argumentiert, sei der Berg auf einer chinesischen Karte so genannt worden.

George, Hillary und Eisbonbons

Lord Clydesdale flog im Jahr 1933 das erste Mal mit einem Flugzeug über den Mount Everest. Er wollte dabei die britische Flagge über dem Gipfel abwerfen und somit den Berg schon damals für das Empire in Besitz nehmen. Nur der Überflug war erfolgreich. George Everest, der britische Landvermesser, nach dem der Berg benannt ist, würde dieser Forderung wohl zustimmen. Ihm war es gar nicht recht, dass er der Namensgeber für dieses Naturwunder sein sollte. Im Übrigen betonte er seinen eigenen Namen eher wie das eve in christmas eve – das wäre dann „Mount Ivrest“. Klingt tatsächlich weniger monumental.

Dass Edmund Hillary und Tenzing Norgay 1953 das erste Team auf dem Gipfel des Mount Everest waren, wissen die meisten.  Aber dass die beiden während ihres kurzen Aufenthaltes dort oben Süßigkeiten vergruben, ist weniger bekannt. Mittlerweile handelt es sich vermutlich um Eisbonbons, die deshalb für die dritten Zähne von Min Bahadur Sherchan zu gewesen sein dürften. Er war im Mai 2008 mit 76 Jahren der bisher älteste Mensch auf dem Gipfel.

Eine SMS vom Gipfel

Der Einstieg in die übliche Route von Nepal aus über ein Gletscherfeld wird jedes Jahr von Sherpas erneut mit Leitern und Seilen gesichert bevor die Saison beginnt. Foto: Olaf RieckBis zum Jahr 2008 wurden 4020 Besteigungen durchgeführt. 208 Menschen kamen vom höchsten Berg der Erde nicht zurück. Beide Zahlen werden weiter steigen, denn es wird immer einfacher, auf den höchsten Berg der Welt zu kommen. So baut die chinesische Regierung eine Straße von Tingri in Tibet direkt zum Basislager, um die steigende Zahl der Touristen noch zu erhöhen. Bei Fertigstellung wird dies die höchste Asphaltstraße der Welt sein und vom Basislager sind es dann gerade mal knapp 3500 Höhenmeter bis zum Gipfel. Hier sonnt man sich im Ruhm, macht Fotos und kann mittlerweile mit jedem gängigen Handy seine Liebsten in der Heimat anrufen, denn das Netz von China Telecom deckt den gesamten Berg ab.

Na dann, ruf doch mal an.

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Kommentare

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