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Warum nicht einfach zum Skifahren nach Schleswig-Holstein?

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Das Lifthäuschen auf dem Bungsberg. Foto: Michael SteinerDenkt man an Skigebiete in Deutschland, so fallen einem zunächst jene ein, die sich im Süden am Alpenrand oder zumindest in den Mittelgebirgen befinden. Das nördlichste Skigebiet vermuten die meisten wahrscheinlich am ehesten im Harz. Neben den Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen ist Schleswig-Holstein sicher das letzte Bundesland, dass man mit Skifahren in Verbindung bringt. Vermutlich wissen viele Schleswig-Holsteiner selbst noch nicht einmal, dass es in ihrem Land ein Skigebiet gibt.

Auf dem 168 m hohen Bungsberg betreibt der Landwirt Horst Schnoor seit 38 Jahren Deutschlands nördlichsten Skilift und wird dabei tatkräftig von seinem Nachbarn Heinrich Schröder unterstützt.

Treffenderweise wird das Gebiet, in dem sich Schleswig-Holsteins höchste Erhebung befindet, Holsteinische Schweiz genannt. Der Lift ist 200 m lang, der Hang hat immerhin 17 Prozent Gefälle und die Abfahrt dauert – je nach Können – etwa 20 Sekunden. Manchmal bauen Schnoor und Schröder eine Slalomstrecke auf, dann ist man immerhin eine halbe Minute unterwegs. Neben Skifahrern und Snowboardern nutzen auch Rodler den Lift. Am Ende der Weide sollte man rechtzeitig seine Fahrt abbremsen, um nicht in einem Zaun zu landen. Übrigens: Bei guter Sicht kann man von der Piste aus sogar die Schiffe auf der Ostsee sehen.

Die Sache mit der Schneesicherheit

Nicht jedes Jahr liegt auf dem Bugsberg Schnee. Foto: Rudolf HeinzTrotz dieser scheinbar ansprechenden Voraussetzungen mangelt es oftmals an einem ganz entscheidenden Attribut: dem Schnee. In der Vergangenheit blieb die kleine Skianlage, die von Schnoor und Schröder jedes Jahr mühevoll aufgebaut wird, immer wieder mehrere Winter hintereinander außer Betrieb. Dann musste Schnoor den Lift abbauen und in der Scheune verstauen, ohne dass die kleine Seilbahn ein einziges Mal zum Einsatz kam. Auch übers Aufgeben dachte man schon nach – im Zeitalter der Klimaerwärmung und der sich in immer höhere Lagen zurückziehenden Schneegrenze, keine ganz abwegige Überlegung. Dennoch animierten die guten Winter, in denen viele Gäste zur Südflanke des Bungsbergs pilgerten, um in mehr oder weniger geübten Schwüngen die verschneite Wiese hinab zu fahren, jedes Mal zum Weitermachen. Und auch dieses Jahr scheinen die Zeichen gut zu stehen.

Alles ist vorbereitet

Deutschlands nördlichste Skipiste auf dem Bungsberg. Foto: Michael SteinerSollte tatsächlich bald der ersehnte Schnee kommen, sind die beiden Liftbetreiber vorbereitet. Die Preise für die Skipässe sind zwar ein wenig angestiegen – alles wird teurer – aber mit sechs Euro für zehn Liftfahrten, acht Euro für 20 Liftfahrten und zehn Euro für die Tageskarte immer noch verhältnismäßig günstig. Und wie in den großen Skigebieten ist auch hier am Bungsberg für das obligatorische Après Ski-Vergnügen mit Glühwein und Würstchen gesorgt. Wer nun auf den Geschmack gekommen ist und einmal deutschlands nördlichste Skipiste ausprobieren möchte, der kann sich auf der Internetseite „Skilift am Bungsberg“ über die aktuelle Schneesituation informieren.

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Kommentare

  1. Stefan Albrecht
    15.02.2009 12:39

    Sehr zutreffend! Wo kann man in Deutschland sonst mit Meeresblick Ski fahren? Leider hat der Liftbetreiber die Preise anheben müssen: die 20-er Karte kostet nun 10.-Euro und die Tageskarte 15.-Euro.

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