Skating – Eine Technik nur für Rennläufer?
Der Puls rast, der Kopf dröhnt, die Oberschenkel brennen und die Arme fühlen sich an wie Bleigewichte. Dann kommt eine Mulde, die Strecke wird steiler und die Muskeln versagen ihren Dienst. Wer als Freizeit-Wochenend-Sportler einige Kilometer einer Langlaufloipe in der Skating-Technik hinter sich gebracht und dabei auch die ein oder andere Steigung mitgenommen hat, der sieht die Leistungen, die die Langlauf-Athleten Kati Wilhelm, Michael Greis und Co. jeden Winter erbringen, mit ganz anderen Augen.
Neben Back Country, Loipenwandern und Klassik ist Skating eine Variante des Skilanglaufs, die wir Euch heute vorstellen.
Eines ist klar: Auf der Loipe im Schlittschuh-Schritt unterwegs zu sein, fördert den Kreislauf und die Kondition. Der Schlittschuh-Schritt ist auch die Grundlage beim Skating überhaupt und meint wechselseitige Beinabstöße vom gleitenden, aufgekanteten und ausgescherten Ski.
Diese Basis ist allen Spielarten dieses Wintersports gemein, die Varianten sind jedoch zahlreich. Beobachtet man an einem durchschnittlichen Winter-Wochenende das Getümmel auf einer alpen(vor)ländischen Loipe, bekommt man einiges zu sehen: Mütter ziehen ihre Kinder hinter sich her, Männer lassen sich von Hunden ziehen, das ganze wahlweise abends mit Beleuchtung oder in der strahlenden Sonne. Die Tourismus-Gemeinden haben erkannt, wie beliebt der „Ganzkörpersport“ Langlauf als Alternative zum Alpinsport ist.
Skating oder Klassisch?
Der Ski beim Skating ist im Vergleich zum klassischen Stil kürzer, hat eine Laufrille und die Unterseite ist nicht geschuppt, sondern glatt. Die Länge des Skis richtet sich nach Größe und Gewicht der Person sowie dem Einsatzbereich. Bindung und Schuh bilden eine Einheit und müssen auf das jeweilige Bindungssystem (auf dem Markt gibt es bisher zwei verschiedene) abgestimmt sein. Die Stöcke sind im Vergleich etwa zum Alpinskifahren recht lang und filigran, an den Griffen sind Handschlaufen befestigt, die die Dynamik beim Doppelstockschub unterstützen, ohne dass der Stock womöglich davonfliegt.
Wie bereits gesagt wurde: Skating ist anstrengend. Deshalb sollte man nie den Fehler machen, sich zu dick anzuziehen. Das Outfit zum Joggen im Winter leistet hier gute Dienste.
Beherrscht man nach den ersten Versuchen die Techniken eins-eins (Schlittschuh-Schritt mit Doppelstockschub auf jeden Beinabstoß), eins-zwei (Doppelstockschub auf jeden zweiten Beinabstoß), eins-zwei mit aktivem Armschwung und diagonal (Schlittschuhschritt mit wechselseitigem einseitigen Stockeinsatz auf jeden Beinabstoß), erreicht man ein ordentliches Tempo. Man muss wissen, für welches Gelände welche Technik am effektivsten ist und wie ihre konditionelle Anforderungen ist. Womit wir schon beim Knackpunkt sind: Kondition, Gleichgewicht und Rhythmus sind bei all dem am wichtigsten, sonst gerät man leicht ins Straucheln oder die Gleitphase gerät zu kurz, man bleibt an einer Steigung im schlimmsten Fall praktisch stehen.
Soweit die Theorie. Besser ist es natürlich, das alles mal an einem Nachmittag auszuprobieren. Je weiter der Winter voranschreitet, desto mehr Loipen werden von den Gemeinden gespurt, so dass einem anstrengenden, aber lohnenden Tag auf Langlauf-Ski nichts mehr im Wege steht.
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- Bewertungen: 8
07.05.2009 15:17
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15.02.2010 07:57
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17.02.2010 13:36
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