Ökotourismus im Land von Michel, Pippi und Madita
Småland, die malerische Landschaft im Süden Schwedens, kennen wir vor allem als Heimat unserer liebsten Kinderbuchhelden. Michel, Pippi Langstrumpf, Madita oder die Kinder von Bullerbü – sie alle erlebten ihre Abenteuer in der Wald- und Seenlandschaft Smålands mit den typischen rot-weißen Schwedenhäusern. Seit dem Jahr 2006 ist dies auch die Heimat von Gabriele und Otto Seitz.
Die beiden Deutschen, die aus dem unterfränkischen Aschaffenburg nach Schweden ausgewandert sind, haben hier ein kleines Ökotourismusunternehmen – ein „ekotouristföretag“– aufgebaut und ermöglichen nun Urlaubern, ihre eigenen Abenteuer in Småland zu erleben.
Um ihre neue Heimat zu bewahren und den Touristen die Schönheit der Natur näher zu bringen, haben sich die Seitz’ für einen ökologisch geprägten Tourismus entschieden. Doch was ist eigentlich Ökotourismus? Ökotourismus oder Ecotourismus kann vieles sein, eine allgemeingültige Definition gibt es nicht. Die International Ecotourism Society versteht darunter “responsible travel to natural areas that conserves the environment and sustains the well-being of local people”. Auch die Familie Seitz hält sich als Mitglied der Swedish Ecotourism Society an die Grundsätze, Natur und Kultur hautnah erlebbar zu machen, schonend mit der Umwelt umzugehen und sich rücksichtsvoll gegenüber der lokalen Bevölkerung zu verhalten.
Deshalb benutzen sie wenn möglich umweltfreundliche Fortbewegungsmittel sowie Materialien und bieten ihre Touren in die schwedische Wildnis – ob mit dem Fahrrad, dem Kanu, mit Schneeschuhen oder zu Fuß – nur in kleinen Gruppen mit bis zu acht Personen an. Bei lokalen Kunsthandwerkern können die Småland-Reisenden traditionelle Handwerke wie das Schmieden, die Lammfellverarbeitung oder das Arbeiten mit Birkenrinde und Weidenflechten kennen lernen. So erleben die Urlauber ein Stück schwedische Kultur und unterstützen dabei die lokale Bevölkerung. Auch mit dem „lanthandel“, einem Tante-Emma-Laden in Modal, in dem sich seit seiner Gründung 1898 nicht viel verändert hat, arbeiten Otto und Gabriele zusammen.
Neu ist die Kooperation mit Per Jancovius. Der zweisprachig aufgewachsene, zertifierte Wildmarkguide kombiniert auf natürliche und witzige Art Outdooraktivitäten mit einem Schnupperkurs in Schwedisch. So lernen die Abenteurer, sich einfacher mit den Schweden zu verständigen und erfahren gleichzeitig etwas über Land und Leute. Ein besonderes Erlebnis für jeden Schweden-Fan ist das Baden in einer „badtunna“, einem holzbefeuerten großen Holzbottich, oder das Grillen und Übernachten in einer Lappkåta, der traditionellen Behausung der nordskandinavischen Sami. Sommers wie winters kann man sich so nach einem erlebnisreichen Abenteuertag richtig entspannen.
Mehr Informationen zu dem Touristcamp Langö-Tomteholm – dem Ausgangspunkt der Abenteuertouren – und zu den Schwedenhäusern, die die Seitz’ rund um den Ruskensee vermieten, findet Ihr hier:
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