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Abenteuer Caving – Eine Reise ins Innere der Erde

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Wie der Eingang in eine andere Welt mutet das Einstiegsloch an. Du robbst auf dem Boden entlang, es wird immer dunkler und kälter. Du spürst die scharfen Steine an den Knien, bis sich vor dir endllich ein weiter Raum auftut und du wieder aufrecht stehen kannst. In Höhlen tief unter der Erde verstecken sich Spalten und Ritzen, kaum enden wollende Schluchten und Wasserfälle, an denen eisiges Wasser hinunterrauscht. Bizarre Felsformationen, funkelnde Mineralien und hell leuchtende Würmer beleben diese unbekannte Welt.

Die Extremsportart “Caving” ist mit “Höhlenwandern” nicht wirklich zu vergleichen, da man sich hierbei im Gegensatz zum Wandern je nach Beschaffenheit der Höhle fast ausschließlich robbend, kletternd, kriechend, abseilend, gebückt und springend fortbewegt. Das sorgt natürlich, ähnlich wie beim Bergsteigen, für den nötigen Nervenkitzel. Ein guter Orientierungssinn ist ebenso gefragt wie körperliche Fitness und Robustheit. Mit ein wenig Bergerfahrung und der richtigen Ausrüstung ist aber eine Höhlentour nicht wirklich gefährlich, da die Höhlen oft schon zu wissenschaftlichen Zwecken begangen worden sind. Dennoch ist die Führung durch einen entsprechend ausgebildeten Guide zu empfehlen, allein um diesem Abenteuer noch ein wenig Expeditionscharakter zu verleihen.

Denn der Reiz des Extreme Cavings liegt nicht nur in der unterirdischen Schönheit, sondern auch in der Vorstellung, an diesem von nur wenigen Menschen betretenen Ort vielleicht alte Gräber oder andere versunkene Zeugnisse der Menschheit zu finden. Gerade in einer Zeit, in der fast jedes Fleckchen der Erde erobert worden ist, trifft Caving den Nerv vieler Outdoor-Freaks. Allerdings ist eine solche Tour auch eine nicht zu unterschätzende Belastung für die Psyche: Ohne die Stirnlampe dringt kein Licht in das Höhlensystem ein. Oft ist ein Spalt, durch den man hindurch muss, gerade so breit wie man selbst. Manchmal gibt es keine Aufstiegshilfen wie Leiter oder Seile: Dann hängt man eingeklemmt in einem Kamin und kann sich nur mit der eigenen Körperkraft fortbewegen. Nicht selten ist der Untergrund matschig, der Tritt entsprechend schwer.

Was für die einen ein klaustrophobischer Alptraum sein mag, ist für “Cavers”, wie erfahrene Höhlen-Freaks in den USA und Kanada genannt werden, das Maß aller Dinge. In diesen Ländern, aber auch an anderen Destinationen mit spektakulären Höhlengebieten wie Neuseeland, Kolumbien, Australien und in Fernost verbreitet sich der neue Sport immer schneller und ist bei vielen Outdoor-Anbietern im Angebot.

Aber auch in den deutschsprachigen Ländern gibt es eine beeindruckende Anzahl von begehbaren Höhlen. Über Vereine oder entsprechende Initiativen kann man auch hier faszinierende Einblicke in diese unbekannte Welt erleben. Wer zu einer Höhlentour aufbricht, sollte dabei nie vergessen, dass er sich in einem empfindlichen Ökosystem befindet. Durch Verschmutzung der Gewässer kann darin erheblicher Schaden angerichtet werden. Aber auch für die eigene Sicherheit muss natürlich gesorgt sein: Der Wetterbericht sollte im Auge behalten werden, denn eventuell steigen die Wasserpegel. Man sollte niemals alleine gehen und unbedingt jemanden über die Route informieren sowie über die geplante Zeit der Rückkehr. Außerdem muss die Ausrüstung stimmen – das variiert zwar je nach Höhle, Helm und Lampe sind jedoch obligatorisch.
Am besten beherzigen wir einfach die Tips eines erfahrenen Cavers, wenn wir zu einer Höhlentour aufbrechen:

Take nothing but pictures.
Leave nothing but footprints.
Kill nothing but time.

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Kommentare

  1. » Abenteuer Caving - Eine Reise ins Innere der Erde
    04.11.2008 10:50

    [...] Ein guter Orientierungssinn ist ebenso gefragt wie körperliche Fitness und Robustheit…. More [...]

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