Der Lonely Planet hat gewählt – die besten Reiseziele 2009
Einmal im Jahr veröffentlicht der Reiseführer-Verlag Lonely Planet eine Liste mit den spannendsten angesagtesten Reisezielen sowie den altbewährten Klassikern. Nun brachte der Lonely Planet die neueste Zusammenstellung für 2009 in Buchform mit dem Titel „Best in Travel 2009“ heraus. Darin wird nicht nur der Gigant China, Heimat von 1,3 Milliarden Menschen empfohlen, sondern auch die einsame, verlassene Bucht in Tasmanien, in der höchstens 300 Einwohner leben. Außerdem wird von Reisen zur nördlichsten Stadt der Welt und zu den entferntest gelegenen Inseln des Planeten berichtet.
Die Autoren des Lonely Planets haben alles daran gesetzt, ein möglichst umfassendes Netz von verschiedensten Regionen aller Herren Länder auszuarbeiten. Wenn Ihr die Tipps der Lonely Planet Crew befolgt, dann steht Euch ein Reisejahr 2009 mit Polarbär-Expedition auf Spitzbergen, Vulkan-Wandern auf Hawaii oder Kajak fahren auf offener See in Chile bevor.
Wir haben schon einmal für Euch ein wenig die „Blue List – die Bibel der heißesten Reiseziele 2009“ des Lonely Planet studiert und daraus 10 besonders interessante Spots zusammengestellt, die wir Euch nun kurz vorstellen möchten:
1) Bay of Fires, Tasmanien
Weiße Strände mit sanduhrfeinem Sand, saphirblaues Wasser, azurblauer Himmel und keine Menschenseele weit und breit – das ist das Geheimnis der Bay of Fires auf Tasmanien. So stellt man sich eine Bucht vor, wie sie auf einer Piratenschatzkarte eingezeichnet ist, mit einem perfekten Strand in einer geschützten Bucht, die von Wald umgeben ist. Es wird nicht lange dauern und die Bay of Fires wird international als Reiseziel bekannt. Dann werden die Besucher in Scharen dorthin strömen. Daher ist jetzt die Zeit, um diese Unberührtheit zu erkunden.
Die Bay of Fires ist eine 18 Meilen lange Küste und am besten von der alten Walfängerstadt St. Helens zu erreichen. Der ideale Platz zum Sonnenbaden und Surfen ist Binalong Bay, wo man sich kleine Häuschen mieten und im Restaurant Angasi hervorragend Hummer essen kann. Der beste Weg „to do the bay“ ist jedoch eine Vier-Tages-Wanderung. Mehr Infos dazu findet Ihr unter www.bayoffires.com.au.
2) Das Baskenland, Frankreich und Spanien
Wanderer werden sich Hals über Kopf in die Aussicht von den Pyrenäen verlieben, wo die Geier mit der Thermik durch die Lüfte ziehen; Kunstliebhaber werden schier ausflippen bei der futuristischen Fantasie, die ihnen im Guggenheimmuseum von Bilbao begegnen wird; und jeder wird sich zwischen den 1.000.000 Menschen verlieren, die des Nachts in den Straßen feiern. Das Baskenland ist ein Cocktail aus Spaß, Sonne, Kultur und Schönheit.
Eine Tour entlang der baskischen Küste startet man am besten von Bilbao aus, wo man zum Beispiel im „Miro Hotel“ übernachten kann. Dann könnt Ihr Euch ein Auto mieten und die 30 Meilen lange, kurvenreiche Küste entlang nach San Sebastian sausen. Dort solltet Ihr Euch den Besuch der hübschen Fischerdörfer Bermeo und Lekeito nicht entgehen lassen. Nach einem guten Essen geht es dann zum Surfen an den Mundaka Strand. Am Ende gönnt man sich noch einige Tapas, ehe man sich ins Partygetümmel von San Sebastian stürzt. Zur Übernachtung bietet sich die Pension „Bellas Artes“ an.
3) Chiloé, Chile
Mit dem neu eingeweihten ökologischen Reservat und dem landesweit ältesten Agro-Tourismus-Netzwerk gibt es in Chiloé Abenteuer auf Knopfdruck.
Der verwunschene Archipel ist die destillierte, hochprozentige Version des traditionellen Chile. Hexen und Geisterschiffe durchstreifen die Nächte – doch die Moderne ist auf dem Vormarsch.
Vergesst die himmelhohen Gipfel der chilenischen Anden – Chiloé ist eine verschlafene, authentische Landschaft mit im Frühnebel liegenden Bauernhöfen und weitläufigen Wäldern, in denen der Jungfrauen verführende Troll „Trauco“ umher zieht – eine Figur aus der Chilote-Mythologie. Packt Euer Regenzeug ein und bucht Euren Aufenthalt in einer Gastfamilie bei Austral Adventures. Die organisieren außerdem Kayak-Touren auf offener See und Fahrten zur Chiloé’s Punihuil Pinguin Kolonie.
4) Ko Tao, Thailand
Am Anfang gab es Ko Samui, dann kam KoPha-Ngan – nun wird Ko Tao zum neuen Kult-Reiseziel an Thailands Golfküste. Das kleine Tao hat großes zu bieten. Tauchbegeisterte können sich mit Haien und Rochen in einem Paradies von verworrenen, leuchtend bunten Korallen tummeln. Wanderer und Einsiedler können sich der Einsamkeit des feucht-warmen Küstendschungels hingeben. Und wenn Ihr genug davon habt, Robinson Crusoe zu sein, dann kommt an die Bar und genießt das Nachtleben bis zum Morgengrauen.
Auf der Insel sind viele Backpacker unterwegs. Übernachten kann man unter anderem in den Strandbungalows des Tauchressorts „Big Blue Diving“. Oder wie wäre es mit einer gecharterten Jacht? Die bekommt Ihr bei Island Cruises.
5) Languedoc, Frankreich
Lange Zeit schlief diese Region im Süden Frankreichs einen Dornröschenschlaf – überschattet von der großen, berühmten Provence und der aufdringlichen Cote d’Azur. Heute steht sie den Beiden, gemessen an ihrem diskreten Charme, den die überlaufenen Geschwister vor Jahren verloren haben, in nichts nach. Bas-Languedoc hat lange Sandstrände und dynamische Städte wie Montpellier, Sète und Nimes. Haut-Languedoc wird von tiefen Schluchten und wilden Hochplateaus durchzogen. Hier ist Outdoor-Spaß garantiert.
Um die Welt des Languedoc zu erkunden, quartiert Euch in Carcassonne, zum Beispiel im Hotel Montmorency ein. Eine ausgedehnte Languedoc-Tour kann man auch auf dem Canal du Midi unternehmen, indem man sich ein Boot mietet und vier Tage lang durch die Region schippert. Oder man erschließt sich die schöne Landschaft klassisch auf dem Fahrrad oder per pedes.
6) Nam Ha, Laos
Die Berge, Wasserfälle und hoch aufragenden Plateaus, gepaart mit der Kultur von etwa 30 ethnischen Gruppen bilden die ideale Voraussetzung für das Eco-Trekking. Knallharte Abenteurer können sich an handgeflochtenen Tauen und wenig Vertrauen erweckenden Seilen auf einen echten Dschungel-Trek begeben und beim Stamm der Akha übernachten.
Am besten wohnt man im Boat Landing Guest House in Luang Nam Tha. Dort kann man auch direkt seine Rafting-, Kayak- oder Mountainbike-Tour bei Green Discovery buchen. Audley bietet mehrtägige Treks an.
7) The Bis Island, Hawaii
Es hat vielleicht weniger Glamour als seine kleineren Geschwister, aber dafür bietet The Big Island alle nötigen tropischen Vorzüge, plus Lava spuckende Vulkane und ist darüber hinaus weniger überlaufen und nicht so teuer. Ihr könnt in den Sternenhimmel schauen auf dem Mauna Kea, über grasgrünes Farmland reiten und über erstarrte Lavaströme wandern, bis Ihr direkt vor der glühenden Lava steht. Natürlich könnt Ihr Euch auch auf weißem, schwarzen oder grünen Sand am Meer von der Sonne bräunen lassen.
Abenteuer ist hier das Stichwort. Heli-Hiking, Canyoning, Sternegucken – Ihr nennt Euren Wunsch und Hawaii Forest & Trail lässt ihn wahr werden. Und im Kona Village Resort kann man wunderbar Kräfte tanken, um am nächsten Tag das nächste Abenteuer zu erleben.
8) San Andres & Providencia, Kolumbien
Die zwei Hauptinseln von Kolumbiens karibischem Archipel haben Ying-Yang-Qualität. San Andres bietet ideale Bedingungen für Touren mit dem Jetski oder dem Segway sowie für ausgedehnte Tauchgänge. Providencia besticht mit einer traumhaften Seelandschaft und authentischen Inselgastlichkeit.
San Andres ist voll von kolumbischen Urlaubern – da ist das kleine Providencia anders – ein makeloses Fleckchen Karibik, das jegliches Postkartenparadies übertrifft. Mit Satena Airways kann man von San Andres nach Providencia fliegen. Body Contact sorgt dann für die passende Urlaubsgestaltung mit Tauchen, Sportfischen, Wandern oder Ausritten.
9) Svalbard, Spitzbergen, Norwegen
Schroffe Felsen, tiefe Fjorde, Gletscher und purer weißer Schnee –Norwegens „Kalte Küste“ ist von allem etwas mehr: kälter, purer, noch spärlicher bewohnt, noch teurer – und 1000 km näher am Nordpol. Es ist der einzige Platz in Europa, wo sich Polarbären herum treiben.
Ihr solltet Euch unbedingt für eine Polar Boot Safari anmelden, die einmal um Spitzbergen, der Hauptinsel der Inselgruppe, herum führt. Vom Boot aus werden Tagesausflüge mit dem Dinghi unternommen, das Euch mitten durch die Eisschollen manövriert, während Ihr nach Walen, Walrossen, Rentieren und natürlich Eisbären Ausschau haltet. Die beste Reisezeit ist der frühe August und das ideale Schiff für die Tour ist die Vavilov, die von Exodus unterhalten wird. Für weitere Infos schaut auch unter www.naturetrek.co.uk.
10) Yunnan, China
Yunnan ist Chinas „It-Reiseziel“. Stellt es Euch so vor: atemberaubende Sonnenuntergänge auf einem Trek entlang des berühmten Canyons „Tiger Leaping Gorge“; Sonnenaufgänge über den Yuanyang Reisterrassen, Labyrinthe kleiner Seitengässchen in den pulsierenden Städten Lijiang und Dali; und ein eiskaltes Bier in Xishuangbanna nach einer Tour durch den Dschungel.
Die klassische Yunnan-Tour startet man in der Hauptstadt Kunming und erkundet dann die Städte Dali, Lijiang und Zhongdian, die alle durch Bus- oder Bahnstrecken miteinander verbunden sind. Dort findet man viele Tempel, T’ai Chi und in Zhongdian tibetische Einflüsse. Wenn Ihr danach Erholung braucht, nehmt Euch ein Zimmer im Banyan Tree. Verschiedene Anbieter organisieren Best-of-Yunnan Touren, zum Beispiel Peregrine Adventures oder Transindus.
Diese kleine Aufzählung macht Lust auf mehr und wir hoffen, es ist für jeden Geschmack etwas dabei. In diesem Sinne: Let’s go outdoors!
Allgemeine Informationen über den Lonely Planet erhaltet Ihr unter www.lonelyplanet.com.
Einige Impressionen der interessantesten Destinationen des Lonely Planet’s Best in Travel 2009:
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