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Portfolio von Gerald Schwabe: Allgäuer Herbst- und Winterlandschaften

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Gerald Schwabe in Aktion.

Die vielleicht schönsten Bilder unserer Region macht ein gebürtiger Niedersachse, Gerald Schwabe. Passend zur Jahreszeit zeigen wir Euch seine malerischen Herbst- und Winterbilder und haben ein kurzes Interview mit ihm geführt.

Mit der Fotografie begonnen hat der Autodidakt Schwabe eher nebenher – seine Lehre im Reisebüro und das anschließende Geographiestudium in Göttingen förderten die Reiselust und mit dieser die Freude an der Fotografie. Doch was tun, wenn man tolle Bilder „en masse“ mit nach Hause bringt? Verkaufen! Und zwar erfolgreich und einträglich. Im Anschluss an das Studium folgten zwei Jahre in einem der Fotografie ähnlichen Metier, der fernerkundlichen Bildanalyse in einem niedersächsischen Ingenieurbüro. Bald aber „tastete“ Schwabe sich über München an Bayern heran, seit 2002 wohnt er nun in Immenstadt im Allgäu und hat die Fotografie zu seinem Beruf gemacht.

Die Begeisterung für die Bergwelt und das Wandern sowie der veränderte Blick auf die Umwelt durch das Geografiestudium prägten seine Vorliebe für die Landschaftsfotografie. Nicht ganz unschuldig war vielleicht auch Schwabes Bewunderung des amerikanischen Fotografen Ansel Adams, der vor allem durch fantastische Aufnahmen von Nationalparks in den USA bekannt wurde und so dieses Gebiet der Fotografie maßgeblich mitbestimmte. Schwabe verfolgt dabei keinen dokumentarischen Ansatz, sondern möchte die Landschaften schlicht von ihrer ansprechendsten Seite zeigen. Das wiederum ziehe zwar ab und an die Kritik nach sich, er mache nur Postkartenmotive, aber genau das sei, sagt Schwabe, eben auch sein Ziel – er möchte authentische Bilderbuchlandschaften darstellen und so vielleicht einen Gegensatz aufzeigen zu den meist negativen Nachrichtenfotos dieser Welt.

Schwabe investiert viel Zeit in die Planung, indem er mittels Kartenmaterial, Sonnenstand und Uhrzeit die mögliche Wirkung eines Bildes antizipiert. So führt er auch nur eine überschaubare Ausrüstung mit sich, ein kleines Reisestativ und ein Ersatzobjektiv. Bei seiner Motivwahl versucht er, sowohl seiner Wanderleidenschaft als auch seinen professionellen Ansprüchen als Fotograf gerecht zu werden. Das Wetter macht jedoch die Landschaftsfotografie schwierig für den Perfektionisten. Oft ist sie mit viel Aufwand, vor allem Geduld, verbunden. Es passiere schon, sagt Schwabe, dass er lange Zeit in den Bergen ausharre, und sich dann doch nur ein winziger perfekter Moment zeige. Dennoch begeistert ihn sein Beruf so sehr, dass er oft vergisst, bei der Arbeit zu sein.

Insgesamt hat Schwabe zehn Bücher veröffentlicht, darunter die Bildbände „Traumhaftes Allgäu“ und „Faszination Allgäuer Bergwelt“, beide publiziert vom Verlag J. Eberl. Mehr Informationen findet Ihr im Internet.

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