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Schatzsuche meets GPS oder: Heute erlegen wir einen Cache

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Der Eintrag ins Logbuch darf nicht fehlen. Bild: Alexander Hahn, keasone.de

Früher war der Höhepunkt eines jeden Kindergeburtstags die Schnitzeljagd. Ein “X” auf der Karte markierte den Schatz, den es in der Gruppe zu suchen und natürlich auch zu finden galt. Ohne Spürsinn und Intuition war da nichts zu wollen, zu chiffriert und kryptisch waren oft die kleinen Zettel am Baumstamm oder die Markierungen am Wegrand.
Im heutigen GPS-Zeitalter heißt das Ganze “Geocaching”. Das Team vom outdooractive-Magazin hat sich für Euch auf die Suche gemacht um zu erkunden, was von Geocaching als neuem Outdoor-Sport zu halten ist.

Alles beginnt mit einem Internetzugang. Seit im Jahr 2000 das US-amerikanische Militär GPS auch für den zivilen Gebrauch freigegeben hat, schießen unzählige Webseiten wie Pilze aus dem Boden, auf denen die Schätze (Caches) verzeichnet sind. Die populärsten sind sicherlich www.geocaching.de, www.geocaching.com oder www.navicache.com. Hier sind auf einer interaktiven Karte alle Caches eingetragen, die zur Suche im Gelände freigegeben sind. In Deutschland sind das ca. 60.000, von Nordfriesland bis Ulm, weltweit bereits mehr als 650.000.

Der Geocache selbst besteht meist aus einer wasserdichten Dose – einem Filmdöschen, einer Plastikbox oder dergleichen, in der ein kleiner Gegenstand und das Logbuch bzw. ein Logzettel enthalten sind. Darauf wird der Fund eingetragen. Es gilt: Wer sucht, versteckt auch. Jeder Schatzsucher (Cacher) tauscht seine Eroberung mit einer mitgebrachten Kleinigkeit aus, um auch nachfolgenden Cachern den Spaß nicht zu verderben. Wer Eigeninitiative zeigen will, sucht sich ein eigenes Versteck, um seinen Geocache zu deponieren. Von diesem Suchziel werden die Koordinaten aufgenommen und auf eine der Geocache-Portale gestellt. Wer besonders tricky sein will, kodiert seinen Cache als Mystery. Hierbei müssen die User zunächst ein Rätsel lösen, um an die Koordinaten zu kommen.
Es sind auch weitere Kategorien vorhanden, die der Phantasie kaum Grenzen setzen, so gibt es den Earth-, Event-, Nacht- oder Moving-Cache. Wer sich darunter oder dem Kürzel “TNLN” noch nicht wirklich etwas vorstellen kann, schaut am besten in einem Geocache-Glossar nach, die von erfahrenen Geocachern erstellt wurden – auch, um nicht als “Geomuggel”, als ahnungsloser Wanderer, plötzlich vor einem Geocache zu stehen.

Haben wir die Koordinaten, kommt das GPS-Gerät im Verbund mit den Wanderschuhen zum Einsatz – wer sich bei seiner Geocache-Wanderung weniger von der Technik, sondern mehr von der eigenen Intuition leiten lassen möchte, kann auch ohne GPS-Gerät auf die Suche gehen, indem er sich via google-Maps über das Suchziel und das Gelände informiert.
Wie bei jeder “richtigen” Wanderung kursieren auch für’s Geocaching mehrere Packlisten – mehr oder weniger ernst gemeinte. Wenn man tatsächlich so große Geschütze wie einen Klappspaten auffahren muss, so wird dies mit dem Geocache zusammen meist vermerkt. Das gleiche gilt selbstverständlich auch für Steigeisen, Seile oder den Taucheranzug. Bei der Standardausrüstung sollten jedoch Fotokamera (für das Beweisfoto), Erste-Hilfe-Box (gegen spitze Steine und fiese Viecher), Essen und Trinken, Kartenmaterial mit Kompass und je nach Art des Caches Taschenlampe oder Sonnenschutz nicht fehlen.

Das Geocaching ermöglicht es jedem Outdoor-Begeisterten, sich abseits von markierten Wegen und dennoch nicht ganz ohne Orientierungshilfe zu bewegen. Warum nicht mal eine Wanderung planen, die von Cache zu Cache führt? Das Potential von Geocaching gibt in jedem Fall einiges her, was Vielfalt und geographische Abdeckung angeht. Auch regionale Empfehlungen muss man nicht lange suchen, um nahe der Heimat auf Schatzsuche gehen zu können.
Mit dem Geocaching eröffnen sich also ganz neue Möglichkeiten, um Orte und Geschichte(n) kennenzulernen. Was die Weiterentwicklung von mobilem Internet, GPS-fähigen Handys und Geocaching noch an Überraschungen für uns bereithält – wir lassen uns überraschen und berichten für Euch bald wieder davon.

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Kommentare

  1. Goiko
    26.09.2008 10:51

    Hallo,
    als “Infizierter” freue ich mich sehr über diesen Artikel.
    Noch mehr freut mich, das ich auf dem obigen Bild abgebildet bin. Viel kann man von mir nicht sehen, aber immerhin.
    Ich kann jedem empfehlen, diese Freizeitaktivität auszuprobieren. Sie bietet vielfältige Möglichkeiten, seine Umwelt mit anderen Augen zus ehen und mehr über diese zu erfahren.
    Beste Grüße

    Goiko

  2. Wandern & Outdoor
    03.10.2008 16:53

    Schöner Überblick! 3Sat hatte in seinem Magazin Vivo mal einen Beitrag, wie Geocaching für den Outdoor-Freizeitspaß mit Kindern eingesetzt werden kann: für eine Schnitzeljagd kombiniert mit Elektronik, für die Kids ja schnell zu begeistern sind. Wir hatten über den Vivo-Beitrag mal in einem Posting berichtet und darin auch den Link zur Sendung in der ZDF-Mediathek aufgenommen(http://www.wandern-und-outdoor.de/blog/wandern-mit-kindern-tipps-furs-outdoor-erlebnis-mit-den-kids/)

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