outdooractive Magazin

Outdoor-Tipps für die Wiesn 2008

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne - Bewertungen: 11
Loading ... Loading ...
Die Wiesn - das größte Volksfest der Welt. Foto: Alfred Müller, Quelle: Tourismusamt München

Die Wiesn - das größte Volksfest der Welt. Foto: Alfred Müller, Quelle: Tourismusamt München

Die Wiesn-Zeit ist da und mit ihr die Frage: Wie übersteht man den Trubel? Für den erfahrenen Outdoorler ist das gar nicht so schwer, muss er doch nur den Regeln folgen, die ihn auch in der natürlichen Wildnis überleben lassen. Tausende und abertausende Liter frischen, köstlichen Bieres werden getrunken und Unmengen von Italienern, Amerikanern, Briten und andere Stammesgruppen fallen in die bayerische Hauptstadt ein. Dazu kommen noch etliche Australier und Neuseeländer, die mehr oder weniger jeden Deutschen ohnehin schon von einer Rucksacktour oder einem Auslandsjahr her kennen. Alle tun sich zusammen, um mit ebenso vielen Deutschen und Bayern das größte Fest der Welt zu feiern.

Da kann man schnell durcheinander kommen, betrunken werden oder verloren gehen. Damit man eben nicht im Jubel der Massen verschluckt wird gibts hier ein paar Tipps für euch, wie ihr die Wiesn mit wenigen Outdoor-Tricks problemlos überstehen könnt.

Schuhe:
Die meisten Wandererprobten wissen, wie wichtig das richtige Schuhwerk ist. Das gilt auch für das Oktoberfest. Wasserdicht sollten sie sein, denn selbst wenn es nicht regnet, kann man in leichten, Halbschuhen schnell nasse Füße bekommen. Das kann an verschüttetem Bier, verkleckerten Soßen und leider auch “anderen” Flüssigkeiten liegen. Am besten empfehlen sich hier hohe, wasserdichte Schuhe – außerdem Einweghandschuhe, um die Schuhe danach wieder auszuziehen.

Kleidung:
Wer geht mit seinem besten Hemd und Sakko auf eine Bergtour? Genau, das macht niemand. Wer geht mit seinem besten Hemd auf die Wiesn? Immer wieder viel zu viele. Und das ist ein Fehler. Man sollte Kleidung wählen, die entweder sehr schmutz- und flüssigkeitsresistent ist (siehe oben) oder Klamotten, die nach der Wiesn bedenkenlos weggeworfen werden können. Zu ersterem zählen z. B. Lederhosen – die halten alles aus. Zu letzterem zählen alle Klamotten, von denen man seit mindestens einem Jahrzehnt das letzte Exemplar auf Erden besitzt, sowie alles in Neon.

Proviant:
Genausowenig wie man sich sein eigenes Butterbrot zur Einkehr in die Wirtschaft mitnimmt, sollte man dies auf der Wiesn tun. Zugegeben, die Preise sind zum Teil unverschämt hoch. Aber zum einen ist die Wiesn nur einmal im Jahr und zum anderen kann man sich bei einem geschätzen Preis von 50 bis 70 Euro pro Vollrausch auch ruhig mal das Hendl für einen Zehner holen. Das macht den Rausch allerdings noch teurer.

Flüssigkeitshaushalt:
Wie bei einer schweren Wanderung in sengender Hitze ist es auch auf der Wiesn wichtig viel und vor allem regelmäßig zu trinken. Man sollte versuchen, einen angenehmen Pegel zu erreichen. Nicht zu nüchtern, nicht zu betrunken. Diesen Pegel muss man dann versuchen, so lange wie möglich zu halten. Die Taktik, zwischendurch zu essen, ist immens wichtig. Schweinswürstel mit Sauerkraut oder auch eine Riesenbrezel saugen viel auf. Auf gar keinen Fall sollte man Schnaps trinken – dann ist alles vorbei.

Seilschaft:
Wenn man einen Grat entlangläuft – auf beiden Seiten eine 200 Meter tiefe Schlucht – ist es wichtig sich hundertprozentig auf den anderen verlassen zu können. Genauso kann man vom Schlund der Wiesn verschlungen und dann meist auf die Hänge unterhalb der Bavaria ausgespuckt werden – zum Ausnüchtern. Um dies zu vermeiden, sollte man sich nicht zu weit oder zu lang von der Stammgruppe entfernen, die überschaubar sein sollte. Nicht mehr als zehn Leute. Das ist genau die Anzahl Personen, die an einen Tisch passt. Wenn man sich von der Truppe entfernt, am besten in Gesellschaft. Auf gar keinen Fall darf man das Zelt verlassen. Man kommt meist nicht mehr rein und dann hilft auch kein Weinen und Zetern. Die Türstehter sind niergends so streng und bös wie auf der Wiesn. Wer dann versucht, seine Stammgruppe im Zeltinneren über seine Lage zu informieren braucht viel Geduld, denn bis man bei dem immensen Lärm im Zelt ein Handy hört, vergehen oft Stunden. Und dann wollen die anderen ohnehin nicht mehr raus. Pech gehabt.

GPS-Gerät:
Die Theresienwiese ist relativ übersichtlich. Orientierung sollte anhand von klarem Kopf oder dem praktischen Tourguide zu Wiesen mit GPS Track (gpx) von outdooractive.com erfolgen. Mit dem Wiesn-Guide in der Hand, einem gesunden Durst und den Tipps in Kopf und Herz kann dann eigentlich nichts mehr schief gehen.

Die Wiesn:

Verwandte Artikel

Kommentare

  1. Oktoberfest Info
    01.10.2008 04:03

    Sehr schöne Zusammenfassung, für weitere Tipps & Tricks rund um die Wiesn lohnt es sich http://www.oktoberfest-info.de zu besuchen! :)

  2. Florian
    06.10.2008 16:08

    Nun sind sie leider vorbei, die Wiesn. Kalt aber trotzdem eine mega Gaudi wäre wohl die Zusammenfassung der meisten Wiesn-Fans zum Jahr 2008. Egal, die nächste Wiesn kommt, bis dahin kann man sich auf http://www.einapplaus.de lustige Zaubertricks anschauen oder im Blog Infos zum nächsten Festival um die Ecke erhalten. Packma’s!

Ihr Kommentar

Alle Felder mit Sternchen (*) sind Pflichtfelder. Ihre E-Mail wird nicht veröffentlicht.

Feedback für diesen Artikel