Traditionsreiche Kultur, Museen und andere Sehenswürdigkeiten
Pferdeumritte
Bei den traditionellen Pferdeumritten im Frühjahr und Herbst, die zu Ehren des Hl. Georg und des Hl. Leonhard stattfinden, erleben Gäste eine Facette des traditionellen Kulturlebens im Chiemgau.
Der Georgi-Ritt in Traunstein am Ostermontag zieht jährlich zahlreiche Besucher an. Beim Schwertertanz auf dem historischen Stadtplatz wird symbolisch der Winter vertrieben. Auch im Herbst finden in Inzell, Ruhpolding, Grassau, Truchtlaching, Übersee und St. Leonhard Pferdewallfahrten statt.
Termine 2009:
6. September: Georgi-Ritt Ruhpolding
27. September: Michaeli-Ritt Inzell
25. Oktober: Leonhardi-Ritt Grassau
25. Oktober: Leonhardi-Ritt Truchtlaching
8. November: Leonhardi-Ritt Übersee
8. November: Leonhardi-Ritt St. Leonhard
Trachtenwallfahrten
An Christi Himmelfahrt (21. Mai 2009) zieht die traditionelle Trachtenwallfahrt des Chiemgau-Alpenverbandes von Unterwössen und Schleching nach Raiten. Schon vorher, am 17. Mai, bewegt sich ein Festzug unter Mitwirkung von etwa 100 Trachtenvereinen von Siegsdorf nach Maria Eck zum Festgottesdienst.
Ein Stück Tradition: Biergärten im Chiemgau
Der Besuch in einem typischen Chiemgauer Biergarten ist mehr als Weißbier-Genuss, Beschaulichkeit und Geselligkeit gehören ebenso dazu. „Gratis“ zur Brotzeit dazu gibt es den Blick auf die Silhouette der Chiemgauer Alpen, die glatte Oberfläche des Chiemsees oder die des Waginger Sees. Die Dichte der Biergärten ist beeindruckend: Die Seewirtschaft am Überseer Strandbad, der Gasthof Schellenberg bei Bergen, das Wochinger Brauhaus in Traunstein, der Gasthof Adlgass in Inzell oder der Butznwirt in Ruhpolding-Brand sind nur einige der beliebten Freiluft-Kneipen. Sie sind jeweils überspannt mit schattenspendenden Kastaniendächern und laden ein zu einigen gemütlich-genussvollen Stunden im Biergarten ein.
Besonders gut schmeckt das Bier natürlich, wenn man vorher aktiv war: Warum also nicht das Angenehme mit dem Gesunden verbinden und gleich eine Naturwanderung, einen Stadtspaziergang oder eine Radeltour mit einplanen…
Bierorakel und Bier-Gefängnis
Vielen, die gerne mal ein Bier genießen, sagt der 23. April vermutlich nichts – das sollte sich nun ändern: An diesem Tag jährt sich die Proklamation des Deutschen Reinheitsgebotes von 1516. Wer sich nicht nur für den kulinarischen Genuss, sondern auch für die Kulturgeschichte des Bieres erwärmen kann, wird auch dazu in der Region fündig: Fünf Stationen für Besucher bietet zum Beispiel das Hofbräuhaus Traunstein: Den Malzboden, die „Sudhaus-Show“, den Gärkeller, das Lager und die Füllerei. Schon Kurfürst Maximilian soll das Felsen-Orakel mit seinen Dämpfen (heute im Museumsteil zu besuchen) genutzt haben und dessen Ratschlag zur Gründung einer Weißbierbrauerei unverzüglich umgesetzt haben.
Kulinarisches
Geräucherte Renke, Schwammerlsuppe mit Knödel, Apfelkücherl… Wem bei diesen Schmankerl schon das Wasser im Munde zergeht, der dürfte sich im Chiemgau wohl fühlen. Viele traditionsreiche Wirtshäuser laden zur Einkehr ein. Ob in der Stube oder im Biergarten, die Brotzeit schmeckt nach einem Tag im Freien dann meist besonders gut. In höheren Lagen warten schließlich die Berggasthöfe am Rauschberg, am Hochfelln oder an der Kampenwand auf hungrige Wanderer.
Chiemgauer Wanderherbst
Im September eines jeden Jahres starten die Aktionswochen „Chiemgauer Wanderherbst“, in der die Wirte ihre Gäste mit regionalen Herbst-Spezialitäten überraschen.
Kultureller Chiemgau
Neben Musikfesten, Brauchtumsveranstaltungen, Konzerten, Trachtenwallfahrten und Märkten finden Gäste eine reiche Museumslandschaft:
Konzertreihen
Während der Veranstaltungsreihe „Musiksommer zwischen Inn und Salzach“ werden in alten Klöstern, Burgen, Kirchen und Schlössern den Sommer über musikalische Darbietungen auf hohem Niveau angeboten.
Weitere musikalische Höhepunkte sind der Chiemgauer Musikfrühling im Juni und die Traunsteiner Sommerkonzerte im September.
Bajuwarenmuseum Waging am See
Bajuwaren waren die Vorfahren der heutigen Bewohner Bayerns. Ausgrabungsfunde der bajuwarischen Reihengräberfelder in Waging und Petting geben interessante Einblicke in die regionale Kultur vor 1500 Jahren. Schwerpunkt der Ausstellung ist außerdem der Schmuck der Frauen, auch Rekonstruktionen von Stoffen sind zu sehen.
Holzknechtmuseum Ruhpolding
Der Holzknechtberuf stammt noch aus einer Zeit, als große Mengen Holz geschlagen und zur Befeuerung der Saline nach Traunstein gebracht werden mussten. Im Museum werden die Geschichte der Holzknechte, ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen und die Entwicklung ihrer Geräte und Werkzeuge vermittelt.
Museum Maxhütte Bergen
Das 1562 gegründete Eisenhüttenwerk zählte im 19. Jahrhundert zu den wichtigsten Eisenherstellern in Bayern. Auf der Ausstellungsfläche wird die Geschichte des Werkes und der Eisenindustrie im Chiemgau erläutert. Der Werkstoff Eisen wird in Modellen und Filmen vorgestellt. Auch an eine kindgerechte Präsentationsweise wurde gedacht.
Stadt- und Spielzeugmuseum Traunstein
Über die Stadt Traunstein und die sie umgebende Region informiert eine reichhaltige Sammlung. Im Mittelpunkt stehen die Themen Chiemgauer Bürger und Bauern, Handwerk, Volksfrömmigkeit und die ehemalige Saline Traunstein. Ein Rundgang führt durch die verschiedenen Abteilungen und lässt vergangene Zeiten wieder zum Leben erwecken. Bereits die Ausstellung selbst ist in einem der ältesten Stadthäuser Traunsteins untergebracht. Nicht nur Kinder werden sich außerdem für die Spielzeugsammlung mit Knopfdruckmodellen und einer 60 Jahre alten Märklin Eisenbahn begeistern lassen.
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