2000 km und 20 Viertausender in acht Monaten
Peter Melchin ist ein Abenteurer; außerdem Aussteiger, Wanderer, Kletterer und Philanthrop. Und es ist gut, dass er all dies ist, denn ansonsten könnte er seinen Plan zu einer Alpenüberquerung von Ost nach West wohl kaum in die Tat umsetzen. Er startet seine Reise in Wien, legt auf dem Weg durch Österreich, Deutschland, die Schweiz und Frankreich rund 2000 km zurück, erklimmt dabei 20 Viertausender und will nach acht Monaten in Monte Carlo ankommen.
Ein Wahnsinnsvorhaben, das einen modernen Abenteurer braucht, um es umzusetzen. Dabei macht der ehemalige Lehrer gar nicht den Eindruck eines Draufgängers. Vielmehr ist er ein besonnener Mann, der gern über das nachdenkt, was er spricht und der seinen Worten Nachdruck verleihen will. Er selbst sagt über sein Vorhaben, dass es nicht so sehr die Tour an sich sei, die sich ihm als wahre Herausforderung stelle, sondern vielmehr das soziale Engagement, das mit ihr verbunden ist.
Dieses Engagement ist die Sammlung von Spenden für die Stiftung „Winds of Hope“, die an Noma erkrankten Kindern in Afrika hilft. Dabei handelt es sich um eine Kinderkrankheit, die durch schlechte Ernährung und Hygiene hervorgerufen wird und sogar zum Tod führen kann. Die Stiftung wurde von Bertrand Piccard 1999 ins Leben gerufen, als er – dem Erbe seines Vaters und Großvaters getreu – die Welt mit einem Heißluftballon umrundete. Ein Abenteurer, der Peter Melchin dazu inspirierte, seine Reise zum Nutzen anderer Menschen zu verwenden. Melchin glaubt, dass es in der Natur des wahren Abenteurers liegt, anderen zu helfen. Es sei die Kraft starker, mutiger Männer, die den Schwachen unterstütze. Und wenn so etwas einer wie Melchin sagt, dessen Haut von unzähligen Tagen und Wochen in der Sonne und im Wind der Berge gegerbt wie Leder wirkt, dann glaubt man ihm das – ganz ohne Zweifel am Pathos.
Das Ziel ist nicht Monte Carlo – das Ziel ist der Mensch.
Die Kraft des Starken reicht aber oftmals nicht aus, um Gutes zu bewirken, weshalb sich auch Peter Melchin einen Sponsor suchen musste. Nach verschiedenen Anläufen landete er bei Edelweiß, einem Allgäuer Käsehersteller, der mit Melchin zusammen „Winds of Hope“ unterstützen will. Dazu kommen die „Begegnungen in den Alpen“ – das Motto der Reise – bei denen Peter Melchin Berühmtheiten in und um die Alpen treffen will. Zum Beispiel den nicht minder wahnsinnig-verrückten Abenteurer und Menschenfreund Reinhold Messner, die Extremkletterer Alexander und Thomas Huber (Huberbuam) sowie Hans Kammerlander. Sie alle wollen Peter Melchin helfen, Spenden für die an Noma erkrankten Kinder in Afrika zu sammeln.
Peter Melchin glaubt, trotz seiner 50 Jahre “im Kern jung” geblieben zu sein. Doch seine Erscheinung und seine Ausstrahlungskraft hätten unter der Schnelllebigkeit unserer Zeit gelitten. So ist die Reise, die er antritt, auch ein Versuch, wieder zu sich selbst zu finden.
Peter Melchin steht noch am Anfang seines Abenteuers und hat sich neben dem Laufen und Spenden sammeln auch vorgenommen, seine Freunde und Familie in der Allgäuer Heimat auf dem Laufenden zu halten. Dazu schreibt er Briefe, veröffentlicht einen Internetblog und will mit Film- und Fotokamera die Eindrücke seines langen Weges festhalten. Er will dabei nicht nur seinen Weg, sondern auch seine persönliche Veränderung dokumentieren. Es stellt sich ihm die Frage, ob der Peter auch nach der Reise noch der Peter ist.
Bei der acht Monate währenden Reise, Spendenaktion und Selbstfindung wird outdooractive.com Peter Melchin in wöchentlichen Updates begleiten und seine Videos in der Videorubrik unseres Magazins veröffentlichen. Schon ab nächster Woche könnt Ihr auf unserer Seite Peter Melchins erste Erfahrungen miterleben.
Peter Melchin startet seine Reise in Wien. Outdooractive.com wird euch über den Verlauf der Tour auf dem neuesten Stand halten.
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