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Highline – Balancieren auf dem Seil in 1000 m Höhe

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highliner.JPGAus dem Zeitvertreib der Kletterer im legendären Camp 4 im Yosemite Valley ist eine eigenständige Sportart geworden

Man kennt seit jeher die Seiltänzer aus dem Zirkus, die schon seit ewigen Zeiten über Drahtseile balancieren und alle möglichen Kunststücke darauf vollbringen. Vielleicht wurden die ersten Kletterer von den Artisten inspiriert, vielleicht hat aber einfach der Spieltrieb und die gespannten Ketten der Parkplatzabsperrungen die Kletterer im Camp 4, dem legendären Zeltcamp der Kletterer im Yosemity Valley dazu animiert, das balancieren auf dem gespannten Seil zu lernen.

An den Ruhetagen zwischen den harten Klettertagen am El Capitan oder den anderen Granitbergen im Yosemite Nationalpark in Kalifornien begannen in den frühen 80er Jahren die ersten Kletterer auf den Ketten zu balancieren, die zwischen den Pollern als Abgrenzung der Parkplätze gespannt waren. Als Slacklines dienten den Pionieren Adam Grosowsky und Jeff Ellington in der Folge Kletterseile, die zwischen die Bäume des Campgrounds gespannt waren. Das Balancieren diente dem Zeitvertreib ebenso wie dem Training von Körperbeherrschung und Gleichgewicht, was beim Klettern eine wichtige Rolle spielt.

Von der Slackline zur Highline

Anfänglich wurden die Übungen in Absprunghöhe knapp über dem Boden ausgeführt und immer weiter verfeinert. Die Cracks beherrschen Spagat, Handstand und Salto auf der Slackline. Doch es dauerte nicht lange, bis die Pioniere der Slackline sich aus der sicheren Absprunghöhe höher hinauf wagten, und über schwindelerregende Abgründe balancierten. Dazu wird in der Regel eine Sicherung benutzt, die im Falle eines Sturzes das Schlimmste verhindert. Die Locations wurden von da an immer spektakulärer: Von den Türmen im Yosemite Valley – allen voran der Lost Arrow Spire, Monkey in den Smith Rocks, verschiedene Canyons und Türme in den Canyonlands breitete sich der Sport in alle Welt aus. Bis zu 1000 m über dem Boden sind die spektakulärsten Spots. In Deutschland sind die Türme des Elbsandsteingebirges die perfekte Umgebung für die Slackliner.

Video “Highline” von den Huberbuam, Deutschland


Die ganz Verrückten laufen ohne Sicherung auf dem Seil über den Abgrund

Wie in jeder Sportart müssen die Extreme ausgelotet werden. Dies tun einige nervenstarke Grenzgänger auf der Highline, in dem sie die Sicherung weglassen. Man hat schon beim Zuschauen ein ganz mulmiges Gefühl. Dean Potter, ein Extremkletterer, der durch ungesicherte Solo-Begehungen und Base-Jumps berühmter Wände bekannt wurde, hat sich auch dieser Herausforderung gestellt. Sehen Sie selbst:

Video “Highliner” Dean Potter ohne Sicherung am Lost Arrow Spire, Yosemite


Etablierte Sportart mit Communities und Wettbewerben

Mittlerweile ist die Sportart Slacklining eine weit verbreitete Freizeitbeschäftigung geworden und die Gleichgesinnten organisieren sich in Communities und richten Wettbewerbe aus. Am 10. März 2008 hat in Fort William, Schottland das Slackline Masters 2008 stattgefunden. Die deutsche Vereinigung der Slackliner Slackfest.de richtet am 30.August 2008 ihr Slackline Event aus.

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Kommentare

  1. Balanceakt auf der Slackline - Outdoor Magazin » outdooractive.com
    09.04.2010 10:55

    [...] Highline: Spektakulär anzusehen und psychisch sehr anspruchsvoll sind Highlines. Mit zusätzlicher Sicherung balancieren Slackliner in bis zu mehreren tausend Metern Höhe. [...]

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